Postulat betreffend den «Dialekt im Kindergarten» der Abgeordneten Gerold Büchel, Doris Frommelt, Johannes Kaiser, Elmar Kindle, Peter Lampert, Wendelin Lampert und Renate Wohlwend vom 24. Oktober 2011
Landtagspräsident Arthur Brunhart
Wir kommen somit zu Traktandum 8: Postulat betreffend den «Dialekt im Kindergarten», eingebracht von den Abgeordneten Gerold Büchel, Doris Frommelt, Johannes Kaiser, Elmar Kindle, Peter Lampert, Wendelin Lampert und Renate Wohlwend vom 24. Oktober 2011.
Ich gebe das Wort der Postulantin, Frau Abg. Doris Frommelt.Abg. Doris Frommelt
Danke, Herr Präsident. Guten Morgen, Frauen und Herren Abgeordnete. Aufgrund von Art. 34 und 35 der Geschäftsordnung des Landtages, LGBl. 1997 Nr. 61, reichen die unterzeichneten Abgeordneten der FBP folgendes Postulat ein. Der Landtag wolle beschliessen:
Die Regierung wird eingeladen, den Lehrplan der Kindergärten hinsichtlich der Unterrichtssprache (Verordnung vom 23. März 1999 über den Lehrplan für den Kindergarten, die Primar- und Sekundarschulen) dahingehend zu ändern, dass die Pflicht für die Hochsprache im Kindergarten entfällt.
Begründung: Gemäss Lehrplan für das Fürstentum Liechtenstein, welcher auch für die Kindergärten gilt, ist im Unterricht grundsätzlich die Hochsprache zu verwenden. Begründet wird dies damit, dass dies die Sprachkompetenz für die Kommunikation im deutschen Sprachraum fördere. Zudem sei für Kinder nicht-deutscher Muttersprache die Verständlichkeit des Unterrichts im hohen Masse vom Gebrauch der Hochsprache abhängig.
Betreffend den Kindergarten geht das für die Postulanten zu weit. Unserer Ansicht nach soll und darf im Kindergarten der Dialekt gepflegt werden. In unseren Augen wird übersehen, dass der Dialekt sehr viel mit unserer Identität und der Kultur unseres Landes zu tun hat bzw. die liechtensteinische Kultur wesentlich mitprägt. Zudem sind wir überzeugt, dass die Lehrpersonen der Kindergärten selber am besten wissen, ob sie je nach Klassenstruktur den Dialekt oder die Hochsprache anwenden sollten. Wir setzen uns entsprechend dafür ein, dass die Pflicht für die Hochsprache im Kindergarten entfällt. Danke.Stv. Abg. Helen Konzett Bargetze
Besten Dank, Herr Präsident. Das höchste Gut in Liechtenstein ist eine gute Bildung. Darüber sind sich alle Parteien einig. Der Schlüssel für Schulerfolg auf allen Stufen sind gute Deutschkenntnisse. Wer ungenügend Deutsch spricht, hat nicht nur in sprach-, sondern auch in naturwissenschaftlichen Fächern Mühe. Sogar in Mathematik stolpern Lernende mit ungenügendem Deutsch über einfachste Satzaufgaben. Wissenschaftlich wurde erkannt, dass Kinder möglichst früh Deutsch lernen sollten. Wichtig ist dabei, dass Kinder Deutsch nicht nur als Alltagssprache, also als Dialekt, möglichst früh lernen, sondern auch die Bildungssprache Hochdeutsch im Unterricht. Die Einführung von Hochdeutsch im Kindergarten, die selbstverständlich nicht strikt ausgelegt wurde und wird, ist eine Erfolgsstory. Die Erfahrungen von Pädagogen und Pädagoginnen zeigen, Kinder lernen Hochdeutsch spielerisch, hoch motiviert und gern. Nach Auskunft des Schulamtes stösst Hochdeutsch im Kindergarten auch bei den Eltern auf positive Resonanz.
Gelegenheiten, im Kindergarten Dialekt zu sprechen, gibt es weiterhin genug. 50% der Zeit, zum Beispiel beim freien Spielen, wird Dialekt gesprochen. Die Angst, dass der Dialekt und damit ein wichtiges Kulturgut Liechtensteins verloren gehen könnte oder die Kinder sogar überfordert sind, das ist in der Realität unbegründet und herbeigeredet. Liechtenstein lebt seit jeher mit zwei Ausprägungen der deutschen Sprache: Die Bildungssprache Hochdeutsch und den Liechtensteiner Dialekt. Beide können gut nebeneinander existieren.
Es ist bemerkenswert, dass die FBP die Chancen für die Bildungssprache Hochdeutsch im Kindergarten für alle Beteiligten zu wenig wahrnimmt. Alle Vorschulkinder profitieren. Für Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch als Zweitsprache lernen, erleichtert Hochdeutsch im Kindergarten die Integration enorm. Sowohl Kinder mit einem deutschsprachigen Hintergrund als auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache können mit einem guten sprachlichen Rucksack in die Primarschule übertreten. Lesen und schreiben lernen fällt ihnen auf Anhieb leichter als Kindern ohne Kenntnisse der Schriftsprache.
Wie in der Einleitung bereits gesagt, ist Bildung ein hohes Gut und es wäre jammerschade, wenn eine sinnvolle Regelung wegen diffusen Ansichten und Ängsten geopfert würde, Ängste, die sich bei genauerem Hinschauen nicht begründen lassen. Solche rückwärtsgewandten Ansichten werden von gewissen Kreisen auch in der Schweiz geschürt. Hochdeutsch im Kindergarten wurde eingeführt, weil Liechtensteiner Teenager am Pisa-Test im Leseverständnis schlecht abgeschnitten haben. Ich finde es sehr pragmatisch und gut, dass das Schulamt relativ rasch reagiert hat. Lassen wir uns in Liechtenstein nicht beeinflussen und lassen wir die guten Erfahrungen und Resultate sprechen.
Offensichtlich anders, als es die Postulanten in der Schweiz vermuten, haben wir in Liechtenstein mit Hochdeutsch im Kindergarten schon wertvolle Erfahrungen gesammelt, die zeigen, dass die Bildungssprache Hochdeutsch eine Win-win-Situation für alle Kinder bedeutet. Danke.Abg. Peter Hilti
Danke für das Wort, Herr Landtagspräsident. Die Postulanten der FBP gehen von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt keine absolute Pflicht für Hochsprache im Kindergarten, weder für die Kindergärtnerinnen und schon gar nicht für die Kinder. Die gegenwärtige Praxis wird von allen Beteiligten und Betroffenen grundsätzlich als vernünftig angesehen und positiv beurteilt, mal auf jeden Fall von denjenigen Personen, mit welchen ich Kontakt hatte.
Der Kindergartenalltag funktioniert unter den gegebenen Bedingungen bestens. Es braucht keine Änderung der rechtlichen Vorgaben. Zudem stelle ich mir die Frage, wie denn eine solche rechtliche Umsetzung passieren sollte. Des Weiteren stellen sich mir einige Fragen, auf die die Postulanten vielleicht eine Antwort haben. - Welcher Dialekt soll denn in Kindergärten gesprochen werden? Wir haben im Talgebiet ja schon mehrere Nuancen von Dialekten. Wenn dann noch die Gemeinde Triesenberg dazu kommt, wird es für die Kindergärtnerinnen sehr herausfordernd.
- Wie gehen wir mit hochdeutsch sprechenden Kindern um? Müssten diese einen Pflichtdialektkurs belegen oder dürfen sie gar nicht mehr in den Kindergarten?
- Sollte man sich auf einen einheitlichen Dialekt festlegen? Dürfen noch Vorarlbergerinnen und Schweizerinnen, damit sind auch die männlichen Personen gemeint, mit hörbar fremden Dialekten in den Kindergärten beschäftigt werden?
- Werden Personen, welche des ortsansässigen Dialekts nicht mächtig sind, entlassen?
Vielleicht können die Postulanten die eine oder andere meiner Fragen beantworten. Zu guter Letzt: Lassen wir doch die Kindergärten ihre tolle Arbeit weitermachen. Schaffen wir doch kein Problem wo keines ist. Diesem Postulat kann ich und werde ich nicht zustimmen. Danke. Landtagsvizepräsidentin Renate Wohlwend
Danke, Herr Präsident. Liebe Kollegen. Gleich vorab, wir wollen ja keine Pflicht zum Dialekt mit diesem Postulat, sondern wir wollen es freistellen, entweder die Hochsprache oder den Dialekt zur Anwendung zu bringen. In unserer Gesellschaft bestehen unterschiedliche Einschätzungen zum Stellenwert der Mundart. Das sieht man sehr gut an den kantonalen Abstimmungen in der Schweiz. Der Kanton Zürich zum Beispiel will nur noch die Mundart im Kindergarten zulassen, während der Kanton Basel-Stadt sowohl die Mundart als auch die Hochsprache gleichwertig in die Rahmenlehrpläne für Kindergärten und Primarschulen aufnehmen will.
Hochsprache wird oft vor allem bei kleinen Kindergarten- und Primarschulgängern als streng, als Sprache des Leistungsanspruchs, verstanden, die Mundart hingegen als Sprache der Freiheit, der familiären Geborgenheit, der emotionalen Nähe überhaupt. Wir sollten Dialekt und Hochsprache im Kindergartenalter nicht gegeneinander ausspielen. Mit unserem Postulat wollen wir anregen, die Pflicht zur Hochsprache aufzuheben und es in das Ermessen des Kindergärtners und der Kindergärtnerin zu stellen, wann und in welchen Situationen sie die eine oder andere Sprachvariante benutzen. Ich gehe davon aus, dass man den Dialekt spricht, der in der Gemeinde gesprochen wird, also sicher nicht in Schellenberg den Berger Dialekt. Und natürlich dürfen die, die keines Dialekts mächtig sind, durchaus weiterhin in den Kindergarten. Ich finde, Kollege Hilti, Sie wissen selbst, dass Ihre Fragen eher provozierend als wirklich materiell begründet sind. Die Mitpostulanten werden noch auf weitere Fragen gerne Antwort geben. Ich belasse es mal jetzt momentan dabei.Landtagspräsident Arthur Brunhart
Danke.Abg. Marlies Amann-Marxer
Danke, Herr Präsident. Auf den ersten Blick mutet es seltsam an, wenn verlangt wird, dass im Kindergarten hochdeutsch gesprochen wird. Die ersten Reaktionen könnten sein: Weshalb plagt man die armen Kleinen mit Hochdeutsch oder müssen wir uns aufgrund der fremdsprachigen Kinder verbiegen und eine uns eigentlich etwas fremde Sprache schon im Kindergarten pflegen? Man kann das aber auch anders sehen. Ich habe auch Rückfragen bei diversen Kindergärtnerinnen gemacht, wie das denn in der Realität so abläuft.
Als Erstes möchte ich betonen, dass ja im Kindergarten, auch wenn Hochdeutsch die Unterrichtssprache ist, die Kinder niemals hochdeutsch sprechen müssen. Die Kinder antworten im Dialekt. Die Kindergärtnerin aber spricht hochdeutsch in Unterrichtssituationen. Allerdings kann sie situationsangepasst auch Dialekt sprechen. In emotionalen und persönlichen Situationen wird die Kindergärtnerin mit dem Kind Dialekt sprechen, die Unterrichtsgefässe vermittelt sie auf Hochdeutsch. Die Kindergärtnerinnen haben übereinstimmend, separat zwar, aber übereinstimmend geantwortet: Alle Kinder verstehen Hochdeutsch. Keines der Kinder hat Probleme mit dem Verstehen der hochdeutschen Sprache. Die meisten antworten auf Dialekt. Die Kinder sprechen aber manchmal auch selbst freiwillig hochdeutsch, und zwar fast immer im Rollenspiel, manchmal auch im Dialog mit Fremdsprachigen. Hin und wieder sogar im Dialog mit der Kindergärtnerin und dann erwähnen sie ausdrücklich «ich spreche jetzt wie Sie».
Die Kinder scheinen also kein Problem mit dem Hochdeutsch zu haben. Ich möchte darauf hinweisen, dass ja auch Radio- und Fernsehsendungen bei uns nicht ausschliesslich in Dialektsprache vermittelt werden. Wir hören nicht nur 1FL TV und Deutschschweizer Radio und Fernsehen. Die Kinder kommen sehr früh in Kontakt mit Hochdeutsch. Und wenn Sie ihnen Märchen vorlesen, dann wird das auch nicht immer im Dialekt sein. Und das ist nicht erst seit heute so. Das ist seit Jahrzehnten so.
Nun ist dann die Frage der Pflege des Dialekts, welcher ein Teil unserer liechtensteinischen Identität ist. Ich bin sehr dafür, dass wir solche Sachen pflegen. Ich frage mich aber, ob wir dazu im Kindergarten ausschliesslich Dialekt sprechen müssen. Die Kindergärtnerinnen haben in ihrem Lehrplan auch die Pflege des Dialekts. Sie erfolgt über Dialektlieder, Verse, Singspiele. Auch das war schon immer so und es war nicht schlecht, denke ich.
Das Argument des Abg. Peter Hilti finde ich gar nicht so abwegig, wenn er fragt: Welchen Dialekt soll die Kindergärtnerin im Kindergarten sprechen? Wenn es eine Kindergärtnerin aus Triesenberg ist, die in Ruggell unterrichtet, dann werden die Kinder vielleicht mehr Mühe haben, ihren Dialekt zu verstehen, als wenn sie hochdeutsch sprechen würde. Es ist auch so, dass manche Kindergärterinnen österreichischer oder schweizerischer Herkunft sind. Deren Dialekte sind nicht unbedingt liechtensteinisch gefärbt, aber das würde mich auch weiter nicht stören. Ich möchte es nur dem gegenüberstellen, dass man sagt: Wir pflegen unseren eigenen Dialekt, deshalb sollten wir nicht hochdeutsch sprechen.
Ich denke, dass die schriftdeutsche Sprache im Kindergarten nicht nur zum Wohle der fremdsprachigen Kinder ist, die vielleicht keinen Dialekt verstehen und im Gefäss Deutsch als Zweitsprache die Schriftsprache lernen, sondern ich denke, es ist auch zum Wohl unserer Kinder, wenn sie sich mit der Schriftsprache früh auseinander setzen, wenn sich ihr Ohr an das Hochdeutsche frühzeitig gewöhnt. Es ist auch eine Vorbereitung auf die Primarschule, denn ab der 1. Klasse Primarschule wird ausschliesslich hochdeutsch gesprochen.Abg. Gerold Büchel
Besten Dank, Herr Landtagspräsident, für das Wort. Geschätzte Abgeordnete. Ich möchte beginnen bei den Ausführungen der Abg. Helen Konzett Bargetze. Ich bin mir da bewusst, dass wir wahrscheinlich bildungspolitisch nie auf einen Nenner kommen werden. Es ist richtig, dass es wahrscheinlich Eltern gibt, die positive Resonanz geben zu diesem Thema. Ich kann Ihnen aber auch sagen: Es gibt einige, die das als sehr negativ wahrnehmen und ich denke, das sollte man auch zur Kenntis nehmen.
Was mich allerdings ein wenig stört ist diese Angstmacherei, die auch wieder kommt, dass unsere Schüler ja keine Chancen haben in unserem Bildungssystem oder im internationalen Vergleich, wenn sie nicht schon in der 1. Stunde, wo sie laufen lernen, im Bildungssystem Deutsch zu lernen haben. Für mich ist es ein wenig Angstmacherei. Ich glaube das Thema PISA müssen wir nicht unbedingt an den Kindergarten adressieren. Ich glaube auch, dass man das nicht immer überbewerten sollte. Ich habe einfach Mühe damit, dass man immer sagt: Ja gut, wir haben da einen Riesengap. Ich glaube, wir müssen uns international nicht verstecken. Wir können das sicherlich optimieren, aber wir müssen auch nicht so den Eindruck erwecken, dass wir im Moment weit weg von Gut und Böse sind. Ich glaube, unser Stand ist nicht so schlecht.
Dann zu diesen Vierpunkteforderungen des Abg. Hilti: Welcher Dialekt? Ein Dialekt bewegt sich, er verändert sich. Und ich denke, das gehört hier mit dazu. Es gibt auch unterschiedliche Dialekte. Der Dialekt des Unterlandes ist heute nicht mehr so, wie er einmal vor 20 Jahren war, und er wird auch nicht mehr so sein in den kommenden 20 Jahren, wie er heute ist. Das gehört ein wenig mit dazu. Aber dass der Dialekt lebt ist meines Erachtens ein kulturelles Gut, das auch zum sprachlichen Verständnis und zur sprachlichen Flexibilität beiträgt. Sie können sich das in anderen Sprachen ansehen, wie gut Leute eine andere Sprache lernen, wenn sie sich nicht von klein auf gewohnt sind, dass Leute unterschiedlich haben. Dann haben sie sogar Mühe, die selbe Sprache zu verstehen, nur weil jemand im Dialekt spricht.
Uns geht es vor allem auch um Integration, es geht uns um ein Zugeständnis zu unserer Kultur. Und wenn Sie fragen: Was machen wir dann mit den hochdeutschen Kindern?, dann muss ich sagen: Es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn sie eine gewisse Konfrontation dem Dialekt gegenüber haben. Es ist eine Frage: Wie stark ist das? Es gibt Eltern, die mit ihren Kindern hochdeutsch sprechen, die auch den Wunsch äussern: Sprechen Sie doch mit unseren Kindern im Dialekt. Das ist die einzige Chance, die sie haben, um den Dialekt zu lernen, wir können es ihnen nicht lehren. Ich denke, es ist eine Chance, dass eine Integration stattfindet. Wenn wir uns überlegen, welche Leute, die nicht in der 1. Generation von hier sind, sehen sich als integriert. Und diejenigen, die wir als integriert ansehen, das sind diejenigen, die unseren Dialekt sprechen. Und wenn wir nicht versuchen, das zumindest ein wenig zu unterstützen, dann wird das einfach abnehmen. Wir werden uns in Richtung einer Sprache bewegen, die nicht eigentlich unsere ist. Ich kann es einfach nicht unterstützen, dass wir sagen: Okay, uns ist eigentlich das Hochdeutsche die liebste Sprache, weil das ist der gemeinsame Nenner, wo sich alle treffen können, das ist die Sprache, die alle verstehen. Ich denke, das kann bei uns auch ein Dialekt sein. Es muss auch kein einheitlicher Dialekt sein. Ich denke, das gehört mit zu unserer Sprache dazu, dass jeder ein wenig anders spricht. Und es gehört auch dazu, dass wir in der Lage sind, verschiedene Dialekte zu verstehen. Wir haben ja kein Problem, den Schweizer und/oder den Vorarlberger Dialekt zu verstehen. Diese Kompetenz kommt vor allem auch daher, dass wir uns von klein auf gewohnt sind, dass jeder ein wenig anders spricht.
Der Forderung, die hochdeutsche Sprache und nur diese Sprache zu verwenden, dem wirken wir hier ein wenig entgegen. Ich kann das Schlussvotum des Abg. Peter Hilti unterstützen. Lassen wir die Kindergärterinnen weiterhin ihre tolle Arbeit machen und geben wir ihnen aber auch die Kompetenz, selber zu entscheiden und zu beurteilen, in welcher Sprache sie sprechen. Ich denke, es soll ein Zeichen sein, dass der Dialekt auch eine gewichtige Rolle im Kindergarten spielen darf. In der Schule mag das dann anders sein. Aber ich denke, der Kindergarten ist noch ein Ort, wo das durchaus einen gewissen Raum einnehmen darf. Danke. Abg. Peter Hilti
Danke für das Wort, Herr Landtagspräsident. Ich beginne gerade beim letzten Redner, beim Abg. Gerold Büchel: Ja, wir sollten die Kindergärten weitere tolle Arbeit machen lassen. Sie sagen dann: Geben wir ihnen die Kompetenz. Die haben sie heute und darum dürfen wir nichts ändern.
Dann noch ein paar Sätze zur Landtagsvizepräsidentin Renate Wohlwend: Zugegeben, meine Fragen waren ein wenig provozierend. Ich entschuldige mich in aller Form dafür. Eines haben sie aber bewirkt: Sie haben nämlich das bestätigt, was ich eigentlich ein bisschen herausprovoziert habe. Sie haben gesagt: Wir wollen keine Dialektpflicht, sondern die freie Wahl. Kurze Antwort: Das haben wir heute, dürfen wir nichts ändern. Das ist heute die Realität in den Kindergärten.
Die zweite Aussage von Ihnen: Wir wollen, dass die Kindergärtnerinnen nach freiem Ermessen entscheiden können, wie und wo sie die Hochsprache einsetzen. Das haben wir heute. Lassen wir sie weitermachen, dürfen wir nichts ändern. Bitte das System so lassen wie es ist.
Die dritte Aussage von Ihnen: In Schellenberg soll der Schellenberger Dialekt gesprochen werden. Und da läuten bei mir schon ein bisschen die Alarmglocken. Das bedeutet in letzter Konsequenz, eine Triesenbergerin wird in Schellenberg nicht angestellt werden können. Ob das arbeitsrechtlich in Ordnung ist, da habe ich meine Fragezeichen. Wie gesagt, wir könnten jetzt hier noch lange weiter diskutieren.
Zu guter Letzt eine letzte Frage von meiner Seite und dann habe ich meinen Beitrag geleistet: Gibt es denn heute ein Problem in unseren Kindergärten? Gibt es Anlassfälle, dass man hier eine Veränderung vornehmen muss?Abg. Johannes Kaiser
Danke, Herr Präsident. Geschätzte Damen und Herren. Ich glaube, wir müssen dann noch den Bildungsminister konsultieren, nicht die Gesamtregierung, sondern in dieser Frage den Bildungsminister, nämlich wie der Lehrplan das anschaut. Nach meiner Meinung gilt gemäss Lehrplan im Fürstentum Liechtenstein in den Kindergärten im Unterricht grundsätzlich die Hochsprache, also ist grundsätzlich die Hochsprache zu verwenden. Sie tun so, Herr Abg. Peter Hilti, als ob das nicht so wäre, als ob eine völlige Freigabe wäre. Aber dazu wird uns der Bildungsminister sicher noch Auskunft geben.
Wenn Ihre Fragen provozierend wären, hätte ich dies noch akzeptiert, aber Sie haben einen Hang, das Zeug ins Lächerliche zu ziehen. Auch dieses Postulat haben Sie mit Ihrer Fragestellung ins Lächerliche gezogen. Sie haben Fragen gestellt, die völlig klar sind. Sie als Pädagoge müssten und sollten das wissen. Sie wissen auch, dass es verschiedene wissenschaftliche Meinungen über diese Thematik gibt. Da kann man nicht sagen: Das eine oder andere ist vollkommen richtig. Ich bin der Meinung, es braucht «sowohl als auch».
Die Ausbildung im Kindergarten steht und fällt nicht alleine mit dem Deutsch- oder Dialektunterricht, davon bin ich vollkommen überzeugt. Es ist unsere Botschaft, es ist unser Ziel, dass eine Freigabe erreicht wird, die heute nicht in dem Masse vorhanden ist. Sie haben bereits schon gehört und das ist hier mehrmals gesagt worden. Mit dem Dialektsprechen hängen auch andere Kriterien zusammen. Der Dialekt hängt mit der Identität zusammen; mit dem Brauchtum, den kulturellen Werten, dem kulturellen Gut. Nicht umsonst gibt es Bemühungen in verschiedenen Gemeinden, den Dialekt aufrechtzuerhalten. Es werden ganze Bücher geschrieben und Events organisiert, um den Dialekt nicht zu verlieren.
Ich glaube, die Kinder sind sehr sprachbegabt. Und die Abg. Konzett hat vorher gesagt, dass es eine Erfolgsstory gewesen sei, Kinder mit hochdeutsch «einzuführen». Die Erfolgsstory ist eigentlich nicht, dass man Hochdeutsch eingeführt hat im Kindergarten, sondern die Erfolgsstory ist, dass die Kinder sehr begabt sind, Sprachen schnell zu erlernen. Kinder können auch Englisch, Spanisch und andere Sprachen spielerisch erlernen. Und das ist eigentlich die Stärke im Kindergarten. Ich denke, gerade diese Chance sollte man nutzen, dass sie die Hochsprache und den Dialekt pflegen können und dass man den Kindergärtnerinnen die Freigabe gibt, dass sie nicht im Turn-, Bastel- oder Singunterricht streng nach der hochdeutschen Sprache unterrichten müssen. Das ist die Botschaft. Das ist der Sinn und Zweck dieses Postulates, dass man «sowohl als auch» in den Vordergrund stellt. Das ist auch ein Teil der Integration. Hochdeutsch-sprachige Kinder lernen Dialekt, sie kommen in Kontakt mit dem Dialekt. Ich bin überzeugt, dass sie absolut keine Probleme haben, den Dialekt zu verstehen. Umgekehrt hören die Dialektsprechenden die hochdeutsche Sprache. Ich glaube, die Kinder in diesem Alter sind sehr flexibel. Sie sind sprachbegabt. Und hier nur eine Vorgabe zu machen, ist von unserer Seite nicht richtig. Wir sollten den Kindergärtnerinnen die Freigabe geben und diese auch im Lehrplan so dokumentieren und festhalten.Landtagspräsident Arthur Brunhart
Danke.Abg. Doris Frommelt
Danke, Herr Präsident. Die Abg. Helen Konzett Bargetze hat gesagt, wir reden da Probleme herbei, von diffusen Ansichten und Ängsten, die geschürt werden, hat sie gesprochen, und auch für die Chancen der Kinder mit Mitgrationshintergrund oder der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache, wenn sie eben schon im Kindergarten mit Hochdeutsch konfrontiert werden. Diese Ansicht kann man auch gerade umkehren und sagen: Integration ist zuerst auch einmal den Dialekt verstehen und den Dialekt im Kindergarten reden können. In der Volksschule wird dann selbstverständlich alles in Hochdeutsch unterrichtet.
Der Abg. Peter Hilti und die Abg. Marlies Amann-Marxer fragen sich, welcher Dialekt dann gesprochen werden soll. Klar ist das etwas provokativ gefragt worden, aber ich sage dazu ganz spontan: Die Kindergärtnerin soll einfach reden, genauso wie die Kinder, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist - wie man so schön eben im Dialekt sagt. Das ist ja gar kein Problem. Selbstverständlich muss nicht die Triesenberger Kindergärtnerin unterländerisch lernen.
Es wird auch gefragt, wie wir denn auf so eine Idee kommen, denn die Kindergärtnerinnen sind ja zufrieden. Wir haben von Eltern verschiedentlich schon gehört, es wäre doch schön, wenn weiterhin im Kindergarten Dialekt gesprochen werden könnte und eben auch die Kindergärtnerin mit den Kindern Dialekt reden würde. Also grad so aus heiterem Himmel kommen wir nicht auf so ein Postulat. Eine wichtige Aussage unseres Postulates ist es eben, dass die Kindergärtnerinnen frei sein sollen, je nach Klassenstruktur und Situation in ihrer Gruppe, mit den Kindern Dialekt oder Hochdeutsch zu reden. Sie sollen einen individuellen Handlungsspielraum haben und keine Verpflichtung zum Hochdeutsch, um je nach Situation spielerisch entweder Geschichten im Dialekt oder in Hochdeutsch zu erzählen und Lieder zu singen.
Es ist ein Unterschied, ob eine Kindergartengruppe eben in Triesenberg sehr homogen zusammengestellt ist und alle Dialekt reden und Dialekt verstehen, oder ob es sich um eine Kindergartengruppe zum Beispiel in Vaduz handelt mit mehreren fremdsprachigen Kindern. Wie gesagt, da wird die Kindergärtnerin ja selber am besten wissen, wie sie mit den Kindern redet. Und das soll eben keine Pflicht zum Hochdeutsch sein.
Dass wir mit unserem Postulat nicht ganz weltfremd sind, zeigen eben auch die Diskussionen und entsprechenden Initiativen in der Schweiz über Dialekt und Hochdeutsch im Kindergarten. Reden, Wörter suchen, Sätze bilden sind für ein Kind ein schöpferischer Prozess. Zuerst einmal ist es wichtig, dass Kinder - und Kindergartenkinder sind in einem Alter von 4 bis 6 Jahren - reden, lernen sich auszudrücken, zu formulieren, dass sie ihrem Herz und ihren Gefühlen freien Lauf lassen können, dass sie hören lernen und zuhören und dass sie verstehen. Die meisten sind beim Kindergarteneintritt erstmals in einer grösseren Gruppe und oft erstmals längere Zeit bei einer fremden Bezugsperson. Und wie könnte dieses Reden, Zuhören und Verstehen besser und natürlicher gehen als in unserem Dialekt? Und wie kann ein kleineres Kind am besten getröstet werden? Mit einer Sprache, eben dem Dialekt, die seinem Herzen am nächsten ist.
Anschliessend an die Kindergartenzeit findet der Schulunterricht in der Volksschule in Hochdeutsch statt. Durch Lesen, Fernsehen und andere Medien lernen die Schüler die Sprachkompetenz in der Hochsprache. Dies trifft eben auch auf die fremdsprachigen Kinder zu. Aber gerade für diese ist es meines Erachtens und auch im Sinne der Postulanten sehr wichtig, dass sie in ihrer Kindergartenzeit auch lernen, unseren Dialekt zu verstehen und zu sprechen. Und auch das ist Integration.Abg. Peter Büchel
Danke für das Wort. Ich habe das Wort «Schellenberg» gehört und da bin ich natürlich aufgerufen, auch noch etwas dazu zu sagen. Um den Dialekt im Schellenberger Kindergarten müssen Sie sich absolut keine Sorge machen. Wir haben zwei ausgewiesene Schellenbergerinnen, die bei uns Unterricht erteilen und die einen hervorragenden Schellenberger Dialekt sprechen. Die können diesen Dialekt sogar in Gedichtform fassen, die die Kinder oftmals auch vortragen. Diesbezüglich sind wir in der guten Lage, auch einheimisches Personal im Kindergarten zu beschäftigen. Danke.Abg. Günther Kranz
Danke, Herr Präsident. Ich habe drei Fragen an den Bildungsminister und ich denke, er wird mir diese sicher auch gerne beantworten. In Bezug auf Lehrplan oder Lehrpläne möchte ich fragen:
- Wurde in der Umsetzungsphase der bisherigen Lehrpläne von den Kindern verlangt, dass sie hochdeutsch sprechen müssen?
- Könnte es sein oder kann man feststellen, dass sich der Gebrauch der hochdeutschen Sprache auf die Lehrpersonen beschränkt?
- Können die Kinder zwischen Dialekt oder Hochdeutsch frei wählen oder gibt es hier für die Kinder auch Einschränkungen?
Danke.Landtagspräsident Arthur Brunhart
Nachdem das Wort nicht mehr gewünscht wird, gebe ich das Wort dem Regierungsrat Hugo Quaderer.Regierungsrat Hugo Quaderer
Danke, Herr Präsident. Guten Morgen, geschätzte Damen und Herren Abgeordnete. Ich möchte einleitend ein paar grundsätzliche Ausführungen machen, die hoffentlich auch dazu beitragen, in diese Diskussion eine gewisse Erhellung hineinzubringen. Es gibt - und das möchte ich an erster Stelle nochmals festhalten - keine absolute Pflicht für Hochdeutsch im Kindergarten und schon gar nicht für die Kinder. Ich glaube, das war auch eine Frage des Abg. Günther Kranz.
Was auch feststellbar ist, im Kindergartenalltag funktioniert das bestens und es gibt eigentlich keine Reklamationen. Das ist auch etwas, das einmal festgestellt werden muss. Die Kindergärtnerinnen haben einen Entscheidungsspielraum hinsichtlich der Frage, wo und wann sie Hochdeutsch oder eben Dialekt sprechen. Sie brauchen - und das ist wichtig - eben auch den Dialekt. Sie haben dafür auch definierte Gefässe. Und die Kinder können sich gut orientieren, sie können sich am Dialekt orientieren, sie können sich am Hochdeutsch orientieren und den Kindern ist es freigestellt, ob sie Hochdeutsch oder Dialekt sprechen möchten.
Ich möchte auch ganz kurz auf den Anlass zurückkommen: Es ist nun einmal so, dass bei PISA 2000 festgestellt worden ist, dass es ein schlechtes Abschneiden im Bereich vom Leseverstehen gegeben hat. Und das hat die Behörden veranlasst, hier zu reagieren. Es hat dann ein Projekt gegeben, das wurde nicht von heute auf morgen eingeführt, sondern es hat ein Projekt gegeben, das wurde in einem Kindergarten auf zwei Jahre durchgeführt. Es hat nachher auch eine Evaluation gegeben und die Auswertungen waren positiv.
Es ist auch erwiesen, dass die Beeinträchtigung der Dialektkenntnisse eben durch Hochdeutsch im Kindergarten nicht nachgewiesen werden kann. Und ich möchte auch gerne ein paar Punkte anbringen, warum es wichtig und richtig ist, dass diese heutige Wahlfreiheit für die Kindergartenkinder auch in Zukunft bestehen bleibt. Der Zugang zu Hochdeutsch soll durch einen frühen Kontakt zu dieser Sprache erleichtert werden. Das haben wir auch heute schon wieder gehört: Im frühen Kindesalter nehmen die Kinder natürlich und ohne Probleme die Sprache auf. Hochdeutsch im Kindergarten kann auch eine Basis bilden für späteres systematisches Sprachlernen. Und das ist eben auch ein ganz wichtiger Punkt. Es gibt verbesserte Chancen, vor allem auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Und wichtig ist zu betonen, dass es ein sukzessiver Aufbau ist. Also man versucht die Kinder eben zu diesem Hochdeutsch in spiele-rischer Art und Weise heranzuführen. Und das wissen wir, die Kinder haben keine Berührungsängste mit Fremdem. Und deshalb ist das für sie problemlos auch erlernbar.
Sie müssen auch bedenken, dass hochdeutsch sprechen dann in den weiterführenden Schulen, auch in der Primarschule, zum Alltag gehört, im Beruf und in der Weiterbildung. Das gehört zu den grundlegenden Kompetenzen. Und deshalb geht es eben darum, in diesem Stufenbau früh zu beginnen und gar keine Hemmungen entstehen zu lassen. Und es ist einfach auch die Frage zu stellen: Wo ist der richtige Platz für die Dialektförderung? Und die Dialektförderung wird ja im Kindergarten nicht unterbunden, sondern es gibt diese Fenster auch im Kindergarten. Aber Sie müssen sich auch bewusst sein, dass die Kinder etwa 20 Stunden Kindergartenunterricht pro Woche haben. Also ich denke, hier ist auch das Elternhaus im grossen Masse gefordert. Weil die Kinder haben dann vor allem auch in der Freizeit und in der Familie die Gelegenheit, Dialekt zu sprechen. Es ist also vom quantitativen Element her so, dass das ja nur ein kleiner Teil ist der Zeit in der Woche, die die Kinder im Kindergarten letztendlich auch verbringen.
Und es ist auch integrationspolitisch eben ein Fakt, dass die fremdsprachigen Kinder klar vom Hochdeutschangebot profitieren. Und Kultur- und Identitätspflege - das wurde heute auch schon angesprochen - das hat eben im Kindergarten einen hohen Stellenwert. Und das haben mir die Schulbehörden auch gesagt, Brauchtum und Ritual werden auf keiner anderen Stufe so stark gepflegt wie im Kindergarten. Und ich denke, Hochdeutsch ist auch Muttersprache eines wachsenden Anteils unserer Bevölkerung. Mit diesem Phänomen müssen wir auch umgehen.
Ich möchte zusammenfassend festhalten, dass es in diesem Sinne auch die Probleme nicht gibt und dass es auch aus bildungspolitischer Sicht sinnvoll ist, dass wir am heutigen System auch so festhalten.
Ich möchte noch einen Satz zum Postulat selbst sagen: Sollte dieses Postulat überwiesen werden, dann verstehe ich das Postulat so, dass die Regierung eingeladen wird, diesen Sachverhalt zu prüfen. Ich glaube, mit einem Postulat kann man nichts anderes machen, als die Regierung einzuladen, etwas zu prüfen. Und nicht wie es im Text heisst, den Lehrplan schon dahingehend zu ändern, dass die Pflicht für die Hochsprache im Kindergarten entfällt. Nach meiner Ansicht wäre dort eine Gesetzesinitiative von Seiten des Landtags richtig, damit wir auch die Kompetenzen zwischen Landtag und Regierung nicht vermischen. Dann müsste nach meiner Ansicht der Landtag eine Gesetzesinitiative im Hinblick auf Art. 8 des Schulgesetzes starten.Landtagspräsident Arthur Brunhart
Danke, Herr Regierungsrat, für die Ausführungen. Wird noch das Wort gewünscht?
Das ist nicht der Fall. Somit können wir abstimmen über das Postulat bzw. die Überweisung: Wer das Postulat betreffend «Dialekt im Kindergarten», wie es vorgetragen worden ist, an die Regierung überweisen möchte, möge bitte jetzt die Stimme abgeben. Abstimmung: 7 Stimmen
Landtagspräsident Arthur Brunhart
Damit hat der Landtag das Postulat mit 7 Stimmen bei 19 Anwesenden nicht an die Regierung überwiesen. -ooOoo-