Interpellation betreffend die Zukunft des Liechtensteinischen Landesspitals der Abgeordneten Peter Lampert, Rudolf Lampert, Josy Biedermann, Doris Frommelt, Renate Wohlwend, Johannes Kaiser, Alois Beck, Markus Büchel, Elmar Kindle, Wendelin Lampert und Klaus Wanger vom 24.August 2007
Landtagspräsident Klaus Wanger
Dann kommen wir zu Traktandum 8: Interpellation betreffend die Zukunft des Liechtensteinischen Landesspitals der Abgeordneten Peter Lampert, Rudolf Lampert, Josy Biedermann, Doris Frommelt, Renate Wohlwend, Johannes Kaiser, Alois Beck, Markus Büchel, Elmar Kindle, Wendelin Lampert und Klaus Wanger vom 24.August 2007.
Wünscht einer der Interpellanten das Wort?Abg. Peter Lampert
Herr Präsident, geschätzte Damen und Herren Abgeordnete. Als Bürger von Vaduz kann ich mich noch sehr gut an das ehemalige Gemeindekrankenhaus in Vaduz und damit verbunden an seine Geschichte erinnern. Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte dieses Hauses war der Jahreswechsel 1999/2000. Am 1.Januar 2000 wurde nämlich das ehemalige Gemeindekrankenhaus in die öffentlich-rechtliche Stiftung «Liechtensteinisches Landesspital» überführt und gilt heute offiziell als Landesspital. Ich habe die weitere Entwicklung des ehemaligen Gemeindekrankenhauses von Vaduz bzw. des Landesspitals in den vergangenen Jahren dabei sehr interessiert verfolgt. Gemäss Jahresbericht 2006 des Liechtensteinischen Landesspitals verfügt das Landesspital heute über 87 Betten. Die Zahl der Patienten ist sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich im Vergleich zum Vorjahr kontinuierlich angestiegen. Als attraktiver Arbeitgeber beschäftigte das Liechtensteinische Landesspital zudem per Ende des letzten Jahres 179 Personen.
Weitere wichtige Informationen können auch einem Informationsflyer entnommen werden, den das Landesspital am 8.September 2007 an alle liechtensteinischen Haushalte verschickt hat. Daraus geht hervor, dass das Landesspital wichtige Aufgaben in der Gesundheitsversorgung erfüllt. So kümmern sich rund 50 Belegärzte um das Wohl unserer Bevölkerung. Zudem sorgen 8 im Landesspital angestellte Ärztinnen und Ärzte für eine durchgehende Notfallversorgung sowie für die ärztliche Begleitung der Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes.
Das Landesspital übernimmt aber auch als Auftraggeber für liechtensteinische Gewerbebetriebe eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. So wurden in den Jahren 2004 und 2005 am Landesspital für CHF 3,8 Mio. Um- und Erweiterungsbauten getätigt. Für die Arbeiten wurden praktisch ausschliesslich einheimische Unternehmen berücksichtigt. Eine Tatsache, welche ich als Gewerbetreibender sehr begrüsse. Zudem flossen vom Sachaufwand des Jahres 2006 in Höhe von CHF 6,6 Mio. rund CHF 3,5 Mio. an die liechtensteinische Wirtschaft in Form von Zahlungen für Lebensmittel, Haushaltskosten, Unterhalt, Büro und Verwaltung zurück.
An diesen wenigen Beispielen ist bereits die immense gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung unseres Landesspitals gut erkennbar. Wir Interpellanten der Fortschrittlichen Bürgerpartei messen dem jetzigen Status des Landesspitals sowie der medizinischen, organisatorischen und räumlichen Weiterentwicklung des Landesspitals eine grosse Bedeutung zu. Wir sind überzeugt, dass zur Gewähr-leistung der Grundversorgung ein qualitativ hoch stehendes Belegarztspital für Liechtenstein aufgrund seiner Eigenstaatlichkeit und aus Gründen der Versorgungssicherheit unabdingbar ist.
Aus diesem Grund möchten wir die Regierung einladen, dem Landtag aufzuzeigen, wie die künftige Weiterentwicklung des Landesspitals aus Sicht der Regierung aussieht bzw. welche Massnahmen diesbezüglich geplant sind. Die Regierung hat in der Vergangenheit sowohl anlässlich der Behandlung der verschiedenen Rechenschaftsberichte im Landtag als auch bei der Beantwortung einer Kleinen Anfrage im April dieses Jahres aufgezeigt, dass bereits verschiedene bedeutende Projekte und Arbeiten, welche die Weiterentwicklung des Liechtensteinischen Landesspitals betreffen, geplant sind oder sich bereits in Umsetzung befinden. Hierfür danke ich der Regierung und dem zuständigen Regierungsressort sehr.
Die Interpellanten der FBP möchten mit der vorliegenden Interpellation der Regierung die Gelegenheit geben, aufzuzeigen, wie die Zukunft des Landesspitals gemeinsam zum Wohl von Land und Leuten gestaltet werden kann. Ich spreche mich für die Überweisung der Interpellation an die Regierung aus.Landtagspräsident Klaus Wanger
Wenn das Wort von den Interpellanten nicht mehr gewünscht wird, überweisen wir diese Interpellation zur Beantwortung der Fragen an die Regierung.
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