Petition für ein landesweites Feuerwerksverbot vom 19. Februar 2026, eingereicht von Sandy-Ashley Hermann und Silke Kindle sowie weiteren Unterstützenden
Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Geschätzte Frauen und Herren Abgeordnete, wir fahren mit den Beratungen fort. Wir kommen zu Traktandum 5a: Petition für ein landesweites Feuerwerksverbot vom 19.Februar 2026, eingereicht von Sandy-Ashley Hermann, Schaan, und Silke Kindle, Triesen.Abg. Tanja Cissé
Dankeschön für das Wort. Zunächst möchte ich mich bei den Petitionärinnen herzlich bedanken. Eine Petition zeigt, dass sich Menschen Gedanken machen, Verantwortung übernehmen und sich aktiv in unsere Demokratie einbringen. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Respekt. In der Petition wird ein landesweites, ganzjähriges Verbot von Feuerwerk, Knallkörpern und sonstigen pyrotechnischen Gegenständen gefordert. Die Beweggründe dahinter kann ich voll und ganz nachvollziehen. Gerade der Natur- und Tierschutzaspekt spricht mir persönlich aus dem Herzen. Der Stress für Haus- und Wildtiere, die Umweltbelastung durch Feinstaub und Müll sowie die Unfall- und Brandrisiken sind reale Probleme, die wir nicht einfach ignorieren dürfen. Nichtsdestotrotz geht mir ein generelles, ganzjähriges Verbot zu weit. Aber, wenn wir ehrlich sind, müssen wir auch zugeben, es reicht offensichtlich nicht, nur an die Vernunft der Menschen zu appellieren. Das haben wir gerade wieder am letzten Silvester gesehen. Viele Gemeinden haben auf Social Media auf die Problematik aufmerksam gemacht und trotzdem wurde geballert, gefühlt sogar mehr als sonst. Das zeigt, Sensibilisierung hat ihre Grenzen.Ich persönlich könnte mir daher eine Kompromisslösung vorstellen. Ein Teilverbot, zum Beispiel ein Verbot von privaten Feuerwerken, wäre für mich denkbar. So könnten offizielle, zentral organisierte Anlässe bestehen bleiben, wie zum Beispiel am Staatsfeiertag oder allenfalls eine offiziell bewilligte Veranstaltung im Rahmen des Funkens oder am 31.Dezember. Damit wäre Feuerwerk nicht vollständig verboten, aber deutlich eingeschränkt und besser kontrollierbar. Auch eine zeitliche Einschränkung, zum Beispiel an Silvester von 20:00 bis 2:00 Uhr, wäre ein möglicher Ansatz, wobei ich mir hier die Einhaltung schon etwas schwieriger vorstelle. Ausserdem muss man auch ganz ehrlich sagen, für Tiere und Natur macht ein Teilverbot leider keinen Unterschied. Trotz meiner Vorbehalte gegenüber einem generellen Feuerwerksverbot bin ich der Meinung, dass wir dieses Anliegen prüfen sollten, weil die Thematik gesellschaftlich relevant ist. Die Petition hat in der Bevölkerung eine grosse Diskussion ausgelöst und hat auch viele Befürworter. Ich bin gerade nochmals auf der Seite nachschauen gegangen, 2'571 Personen haben bislang diese Petition unterschrieben. Deshalb werde ich sie auch der Regierung überweisen. Vielleicht gelingt uns ja eine Kompromisslösung, die Natur, Tiere und Menschen besser schützt, ohne dabei in der Umsetzung unrealistisch oder unverhältnismässig zu werden. Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Carmen Heeb-Kindle
Besten Dank für das Wort. Auch ich danke den Initiantinnen und Initianten für diese Petition, sie spricht wichtige und berechtigte Anliegen an, den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt, die Belastung durch Lärm, Feinstaub und Abfall sowie die Gesundheits- und Unfallrisiken, die mit Feuerwerk verbunden sind. Gerade für Haus- und Wildtiere stellen unkontrollierte Knallkörper eine erhebliche Belastung dar. Auch für Familien mit Kleinkindern ist die zunehmende Knallerei oft alles andere als lustig, sondern mit Stress, Schlafproblemen und Verunsicherung verbunden. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass die Knallerei in den letzten Jahren massiv zugenommen hat. Zeitlich ausgeweitet, oft ohne Rücksicht und weit über einzelne Feiertage hinaus. Das ist ein reales Problem, das wir nicht ignorieren dürfen. Ich lehne jedoch Teile dieser Petition ab. Der zentrale Punkt ist die Forderung nach einem landesweiten, ganzjährigen Totalverbot, das mir zu weitreichend ist. Es greift auch dort ein, wo Feuerwerk heute bereits begrenzt bewilligt und verantwortungsvoll eingesetzt wird. Hier fehlt eine ausreichende Differenzierung. Einen Staatsfeiertag und einen Funken ohne Feuerwerk kann ich mir nicht vorstellen. Aus meiner Sicht braucht es stattdessen einen verhältnismässigen, klaren Ordnungsrahmen, strengere zeitliche Einschränkungen, gezielte Verbote besonders lauter oder gefährlicher Knallkörper und vor allem die konsequente Einhaltung und Kontrolle von Wildtierzonen, in denen Feuerwerk ausnahmslos tabu sein muss. Diese Schutzräume sind nicht verhandelbar.Zusammengefasst: Ich teile viele Anliegen dieser Petition und halte die Debatte für absolut wichtig. Ich erhoffe mir, dass die angesprochenen Probleme ernsthaft weiterverfolgt und Lösungen geprüft werden. Die Antwort darauf sollte jedoch kein Totalverbot, sondern klare Regeln, der Schutz von Haus- und Wildtieren sowie mehr Rücksicht auf Familien sein. Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Daniel Salzgeber
Vielen Dank für das Wort. Auch ich möchte mich zuerst bei den Petitionärinnen bedanken. Ich finde es immer ein sehr gutes Zeichen, wenn sich Personen mit einem Anliegen aktiv einbringen und somit auch Verantwortung übernehmen. Das Anliegen dieser Petition ist für mich nachvollziehbar. Feuerwerk verursacht erheblichen Lärm, führt zu Stressreaktionen bei Tieren und kann Verletzungen sowie Umweltbelastungen nach sich ziehen. Gerade der Tierschutz ist ein Thema, das viele Menschen zu Recht bewegt. Ebenso dürfen wir die Auswirkungen auf sensible Personengruppen nicht unterschätzen. Kinder, ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen leiden teils erheblich unter plötzlichen Explosionen und hohen Lärmbelastungen. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich sagen, dass dies keine theoretische Diskussion ist, sondern für viele Tierhalter und Menschen ganz konkrete Realität.Gleichzeitig stellt sich mir bei dieser Petition aber die Frage der Verhältnismässigkeit. Ein ganzjähriges Totalverbot ist ein sehr weitgehender Eingriff. Es betrifft nicht nur private Silvesterknallereien, sondern auch traditionelle und kulturell verankerte Anlässe, wie beispielsweise den Funkenbrauch oder auch unseren Staatsfeiertag. Diese Veranstaltungen sind Teil unseres gesellschaftlichen Lebens und tragen zum Gemeinschaftsgefühl bei. Zudem müssen wir die besondere Lage Liechtensteins berücksichtigen. Selbst bei einem Totalverbot im Inland wären Feuerwerke aus den Grenzregionen weiterhin hör- und sichtbar. Die Belastung für Tiere und empfindliche Personen liesse sich dadurch nur teilweise reduzieren. Ein nationaler Alleingang hätte also aus meiner Sicht nur eine begrenzte Wirkung. Aus diesem Grund sehe ich einen anderen Ansatz zielführender als ein pauschales Verbot. Aus meiner Sicht wäre ein zeitlich oder örtlich begrenztes Modell sinnvoller. Private Feuerwerke könnten auf klar definierte Zeitfenster sowie auf bestimmte, vorgesehene Bereiche beschränkt werden. Besonders laute Knallkörper könnten eingeschränkt oder untersagt werden. Für bestimmte Anlässe oder grössere private Ereignisse wäre zudem eine Bewilligungspflicht denkbar. Damit würden wir meiner Ansicht nach Rücksicht, Sicherheit, aber auch Tradition in ein ausgewogenes Verhältnis bringen. Wie meine beiden Vorrednerinnen komme auch ich zum Schluss, dass das Anliegen der Petition geprüft werden soll, jedoch mit dem Ziel einer verhältnismässigen und differenzierten Regelung und nicht eines ganzjährigen Totalverbots. Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Lino Nägele
Vielen Dank für das Wort. Ich kann grundsätzlich allen Voten in der Stossrichtung zustimmen, die bisher gekommen sind. Darum möchte ich das jetzt nicht noch einmal komplett ausführen. Grundsätzlich sehe ich ein absolutes ganzjähriges Verbot ohne jegliche Möglichkeit und ohne Ausnahmen auch als kritisch. Ich finde die Sache aber dennoch wichtig und möchte auch, dass hier ein Zeichen gesetzt wird. Aus diesem Grund stimme ich gerne dieser Petition zu. Eine Umsetzung müsste aber auch in meinen Augen differenzierter ausgestaltet werden. Klare Beschränkungen für besonders laute Knallkörper, Ausnahmen oder auch ein Bewilligungsmodell könnte ich mir vorstellen. Auch ich danke den Petitionärinnen für diese Petition.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Besten Dank für das Wort. Ich bedanke mich für die Einbringung dieser Petition. Ich bin gegen weitere Gesetze, ich bin auch gegen eine Verbotskultur. Tatsache ist, dass diese «Böllergeschichten» immer billiger werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es hier Möglichkeiten gibt, beim Preis etwas zu machen, und bitte die Regierung, dass sie sich auch zu dieser Variante Gedanken macht. Ich werde die Petition überweisen, aber sollte es zu einem Gesetz kommen, da bin ich dann eher dagegen. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Abg. Roger Schädler
Besten Dank für das Wort, Herr Präsident. Die vorliegende Petition für ein Feuerwerksverbot greift wichtige Anliegen auf. Sie thematisiert die Belastung von Mensch und Tier, Umweltverschmutzung sowie Gesundheits- und Unfallrisiken. Diese Punkte sind ernst zu nehmen. Gerade im Bereich Tierschutz, insbesondere bei Wildtieren, die sich weder schützen noch zurückziehen können, besteht meiner Ansicht nach Handlungsbedarf. Im Alpengebiet erleben wir immer wieder, dass Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Wildruhezonen gezündet wird. Das ist aus meiner Sicht sehr problematisch, da die Tiere dort, wie der Name schon sagt, Ruhe finden sollten. Ebenso stossend ist, dass nach Feiern vielfach Abfälle liegen bleiben. Das schadet der Natur, der Landwirtschaft und unserem Landschaftsbild. Ich stelle aus eigenen Beobachtungen fest, dass nach Silvester ganze Feuerwerksbatterien einfach liegen gelassen werden. Wer am 1.Januar am Rheindamm laufen geht, wird überrascht sein, was dort alles herumliegt. Im Siedlungsgebiet wird zumindest ein Teil davon noch eingesammelt, ausserhalb des Siedlungsgebiets hingegen bleibt der Abfall vielfach in der Natur zurück.Gleichzeitig sehe ich auch ein generelles, ganzjähriges Totalverbot problematisch. Feuerwerk hat in unserem Land auch eine kulturelle Dimension, etwa an Neujahr, am Funkensonntag oder am Staatsfeiertag. Diese wenigen, klar begrenzten Anlässe sind traditionell verankert und gesellschaftlich breit akzeptiert. Ein vollständiges Verbot würde hier tief in gewachsene Bräuche eingreifen.Für mich ist deshalb auch ein differenzierter Ansatz der richtige Weg. Ein absolutes Verbot im Alpengebiet sowie in der Nähe von Wildruhezonen halte ich für sinnvoll und verhältnismässig. In den übrigen Gebieten sollten klar begrenzte, zeitlich definierte Ausnahmen für traditionelle Anlässe möglich bleiben. Gleichzeitig müssen wir verhindern, dass sich private Feuerwerke, welche unterjährig stattfinden, weiter ausbreiten und zur Regel statt zur Ausnahme werden. Gerade weil dieses Thema differenziert betrachtet werden muss, halte ich es für richtig, die Petition an die Regierung zu überweisen. Dies mit dem Ziel, praktikable, verhältnismässige und durchsetzbare Lösungen zu erarbeiten, die dem Schutz von Tier und der Umwelt Rechnung tragen und zugleich unseren Traditionen angemessen begegnen.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Sandra Fausch
Ich kann das Anliegen eines landesweiten Feuerwerksverbots aus den genannten Gründen der Petitionärinnen nachvollziehen. Das Anliegen beschäftigt seit geraumer Zeit vermehrt, wenn ich mich so umhöre, und das nicht erst seit der Einreichung dieser Petition. Daher danke ich den Petitionärinnen für ihr aktives Engagement. Ich weiss aus eigener Erfahrung der Kinder- und Jugendzeit mit einer Hündin zu Hause, wie Tiere darunter leiden können. Gebrandmarkt durch einen sehr einschneidenden Funkenknaller haben irgendwann die leisesten Donnergeräusche eine Panikattacke bei ihr ausgelöst und das macht auf Spaziergängen draussen wirklich keinen Spass.Kurzum, und ich kürze hier ein bisschen ab, dem Tierwohl wie auch menschlichen Bedürfnissen und dem Umweltschutz gilt es Rechnung zu tragen, aber auch den Brauchtümern. Ich überweise die Petition trotz der Unschlüssigkeit meinerseits zum Thema, denn ich denke, eine Auseinandersetzung mit dem Anliegen ist sinnvoll und zielführend - wir haben es jetzt bereits gehört -, um gegebenenfalls Alternativen von lautstarken Knallkörpern beraten zu können. Ich kann mir aber vorstellen, dass mit Beschränkungen statt einem generellen Verbot eine gewisse Berechenbarkeit für Haustierbesitzer/-innen und andere Interessenvertreter gegeben wäre, wodurch ein besserer Schutz gewährleistet werden kann. Ein ganzjähriges und landesweites Verbot lässt wenig Spielraum. An Anlässen wie dem Staatsfeiertag beispielsweise sowie an Silvester wäre es absolut denkbar, eine Drohnen- oder Lasershow, wie sie schon einmal aufgrund grosser Trockenheit stattfand, zu zeigen. Ich habe mir auch sagen lassen, es gebe geräuschlose Feuerwerkskörper, die eingesetzt werden könnten. Den Einsatz solcher Feuerwerkskörper halte ich für prüfenswert und dem würde aber ein generelles Feuerwerksverbot einen Riegel schieben. Deshalb gilt es, glaube ich, hier einen guten Mittelweg zu finden, den sich noch weitere Abgeordnete wünschen gemäss den Aussagen. Danke.Abg. Thomas Vogt
Danke, Herr Präsident, für das Wort. Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete, vorab möchte auch ich mich bei den Petitionärinnen für die Einbringung dieser Petition bedanken. Ich sage es jedoch bereits vorab, ich werde diese Petition nicht unterstützen. Wieso? Ich lese kurz vor, was diese Petition will: ein landesweites, ganzjähriges Verbot von Feuerwerk, Knallkörpern und sonstigen pyrotechnischen Gegenständen. Das ist das, was diese Petition will und das möchte ich ausdrücklich nicht. Ich möchte auch, dass es auch weiterhin am Staatsfeiertag möglich ist, dass dann das Feuerwerk stattfindet. Das wäre bei einer Umsetzung dieser Petition nicht möglich. Ich möchte auch, dass es weiterhin einen Funkensonntag gibt, bei dem es halt auch einmal knallt. Auch das ist Tradition in Liechtenstein, das möchte ich nach wie vor so beibehalten. Ich möchte auch erwähnen, was bis jetzt vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen: Es gibt nicht nur die Traditionen, sondern es gibt auch die jungen Menschen hier in Liechtenstein, denen es einfach auch einmal Spass macht, Feuerwerkskörper zu benutzen. Das ist einfach so, das war bei uns früher nicht anders. Jetzt stellt sich die Frage: Soll das in einem regelfreien Raum stattfinden? Da bin ich dann allenfalls wieder mit den Petitionärinnen, von mir aus kann es hierfür tatsächlich Regeln geben, Regeln in Bezug auf den Raum, wo solche Feuerwerke stattfinden sollen, oder von mir aus auch Regeln in Bezug auf den Zeitraum. Aber dieses generelle landesweite, ganzjährige Verbot ist für mich kein gangbarer Weg und ich kann somit aufgrund des Wortlauts der Petition die Petition auch nicht unterstützen.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Manuela Haldner-Schierscher
Ich unterstütze die Petition in ihrem Anliegen, die Belastung durch Feuerwerk für Mensch, Tier und Umwelt ernst zu nehmen und wirksam zu reduzieren. Die gesundheitlichen Risiken durch Feinstaub, die Stressbelastung für Haus- und Wildtiere, für Menschen sowie die Unfall- und Brandgefahren sind reale Probleme, die nicht ignoriert und auch nicht ausschliesslich der Eigenverantwortung überlassen werden dürfen. Gleichzeitig geht es auch nicht darum, gemeinschaftliche Traditionen oder das Feiern als solches infrage zu stellen. Entscheidend ist für mich die Verhältnismässigkeit der Mittel. Klassisches Feuerwerk ist physikalisch nie ganz lärmfrei. Besonders Knallkörper wie Böller, Raketen und Zerlegerbatterien verursachen die grössten Belastungen. Auch das «Geklepfe» über Stunden oder manchmal sogar über mehrere Tage vor dem eigentlichen Event sind eine Zumutung. Auch wenn wahrscheinlich die wenigsten von uns schon panische Wildtiere gesehen haben, die durch die plötzliche Knallerei aufgeschreckt wurden. Doch von Haustieren, die völlig verstört und zitternd in der Ecke kauern, von Kindern und Menschen mit dramatischen Vorbelastungen, die durch diesen Lärm in einen Ausnahmezustand kommen, davon können vielleicht einige ein paar Geschichten erzählen. Aus diesen und den weiteren genannten Gründen des Umwelt-, Tier- und Gesundheitsschutzes halte ich Einschränkungen und klare Regulierungen für gut begründbar. Eine ausgewogene Lösung könnte deshalb darin bestehen, laute und besonders belastende Feuerwerkskörper zu beschränken, private Nutzung stärker zu regulieren und stattdessen professionelle, lärmarme und moderne Alternativen zu fördern. Drohnenshows, Licht- und Lasereffekte ermöglichen eindrückliche Gemeinschaftserlebnisse ohne Explosionslärm und mit deutlich geringerer Umweltbelastung, insbesondere auch am Staatsfeiertag, Herr Abg. Vogt, um Ihre Bedenken diesbezüglich zu zerstreuen. So bleibt das gemeinsame Feiern möglich und dies in einer Form, die unserer Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt gerecht wird. Deshalb werde ich diese Petition unterstützen.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Dreimal habe ich das Argument von den Wildtieren gehört. Wenn wir dieses Argument zu Ende denken, dann wäre die Pflicht, bei der Jagd Schalldämpfer einzusetzen, das nächste Gesetz, das Sie hier vorbringen müssten, um die Konsequenz dieses Knallens einzudämmen. Ich wäre dann da auch dagegen. Besten Dank für das Wort.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Thomas Rehak
Vielen Dank. Ich danke den Petitionären für diese Vorlage. Ich denke, sie ist ausführlich behandelt worden. Man kann sich natürlich fragen, wie weit solche Regulierungen gehen sollen. Da bin ich auch nicht mit allem einverstanden, was die Petitionäre wünschen. Trotzdem denke ich, ist es wichtig, dass man sich mit diesen Fragen auseinandersetzt, deshalb werde ich diese Petition auch überweisen. Ich war auch einmal jung, Herr Abg. Thomas Vogt, und habe auch Feuerwerkskörper abgeschossen, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, zu meiner Zeit waren solche Feuerwerkskörper extrem teuer. Wenn Sie eine Rakete gekauft haben, eine grössere zum Beispiel, dann haben sie locker CHF20 oder CHF25 ausgegeben für einen Schuss und wenn sie heute solche Batterien bestellen, dann können sie ab CHF1.30 pro Schuss solche Batterien abfeuern. Also da hat sich schon einiges geändert. Solche Feuerwerksbatterien kosten nichts mehr im Vergleich zu dem, was sie früher gekostet haben. Ich denke, deshalb werden jetzt in der Zwischenzeit natürlich auch viel mehr Feuerwerkskörper abgeschossen. Deshalb habe ich schon ein gewisses Verständnis für diese Petition. Wir überweisen die an die Regierung zur geeigneten Verfügung und wir werden dann schauen, was die Regierung mit dieser Petition schlussendlich macht. Vielen Dank. Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Es gibt keine weiteren Wortmeldungen. Somit können wir uns der Abstimmung widmen. Wer der Überweisung der vorliegenden Petition zur geeigneten Verfügung an die Regierung zustimmen will, möge jetzt bitte die Stimme abgeben. Abstimmung: 12 Stimmen
Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Wir haben eine Pattsituation, das Ergebnis lautet 12 zu 12, und damit wurde mit dem Stichentscheid die Petition nicht an die Regierung überwiesen und wir haben damit Traktandum 5a erledigt. -ooOoo-