Postulatsbeantwortung betreffend ein sportlich-bewegtes Liechtenstein (Nr. 68/2025)
Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Geschätzte Frauen und Herren Abgeordnete, guten Morgen zusammen. Wir fahren mit den Beratungen fort und kommen zu Traktandum 9: Postulatsbeantwortung betreffend ein sportlich-bewegtes Liechtenstein. Der Bericht und Antrag trägt die Nr. 68/2025 und steht zur Diskussion.Abg. Dagmar Bühler-Nigsch
Guten Morgen zusammen. Ich danke der Regierung für die vorliegende Postulatsbeantwortung für ein sportlich-bewegtes Liechtenstein und es freut mich, dass Bewegung ins Thema kommt, das hoffentlich lange auf der politischen Agenda bleibt. Als mitunterzeichnende Postulantin möchte ich mich auf einige spezifische Punkte fokussieren. Es ist erfreulich zu lesen, dass die Umsetzung bereits weit fortgeschritten ist und die meisten Massnahmen in den Jahren2025 und insbesondere 2026 ihre Wirkung entfalten werden. Es bleibt also spannend. Wenig überraschend wird festgestellt, dass die Gemeinden bereits heute als grösste Förderer und Unterstützer des Breitensports gelten. Zudem ist die Sportinfrastruktur in Liechtenstein grundsätzlich sehr gut ausgebaut, gepflegt und gewartet. Bei den Massnahmen zur Optimierung und Erweiterung der Sportinfrastruktur zeigt die Regierung auf, wo Lücken und unbefriedigte Nachfrage bestehen. Dies betrifft vor allem die Turnhallen, deren Auslastungsgrad nahe 100Prozent erreicht und durch die Sportschule 2.0 weiter steigen wird. Eine Sportschule ohne Turnhalle ist wie eine Küche ohne Herd. Zudem fehlt es an Wasserflächen für den Leistungssport, insbesondere an einem 50-Meter-Schwimmbecken. In knapp zehn Jahren sind wieder Kleinstaatenspiele. Es kann nicht im Sinne der Nachhaltigkeit sein, unser Freibad erneut mit Dieselgeneratoren aufzuheizen. Ich erachte die grenzüberschreitenden Kooperationen, sei es in Form von Trainingsgemeinschaften oder der finanziellen Beteiligung an Projekten im benachbarten Ausland, als unerlässlichen Erfolgsfaktor und sehr sinnvoll, gerade im Hinblick auf den Leistungs- und Spitzensport. Beim Schwimmsport greift aber auch die Region nicht, denn die nächstgelegenen 50-Meter-Becken befinden sich in Chur und Dornbirn. Auf Seite 14 bei der Sportstättenförderungsverordnung, SSFV und der Finanzierung wurde der Anpassungsbedarf erkannt. Es ist erwiesen, dass für Subventionswerber die Vorlaufkosten für Abklärungen und Gutachten nach der grundsätzlichen Befürwortung eines Projekts durch die Regierung kaum zu stemmen sind. Die Kletterhalle und das Langlaufzentrum Steg sind die besten Beispiele dafür. Die SSFV soll daher angepasst werden, damit finanzielle Mittel für diese weiteren Abklärungen bereitgestellt werden, um die Umsetzung zu erleichtern. Ich frage den Herrn Sportminister: Können Sie etwas konkreter beschreiben, in welcher Form und Höhe die finanzielle Unterstützung der Vereine und Interessengruppen erfolgen soll, nachdem die grundsätzliche Genehmigung durch die Regierung erteilt wurde? Das bringt mich noch zum Thema nationale Sportstätte Malbun. Im Juni 2022 habe ich anlässlich der Behandlung des Berichts und Antrags zur Weiterentwicklung unseres Naherholungsgebiets Malbun angeregt, den Rennhang Hochegg als nationale Sportstätte auszuweisen. Es ist mir dabei sehr wohl bewusst, dass es für den LSV, den Liechtensteinischen Skiverband, finanziell nicht möglich ist, 20Prozent der Finanzierung allein zu stemmen. Die mittlere Höhenlage von Malbun wird von Experten als ideal für das Training angesehen und geographisch liegt Malbun perfekt mitten im Alpenraum. Das macht es für FIS und Europacup-Teams strategisch perfekt gelegen. Diese Sportstätte könnte nebst einer guten Auslastung während der Woche auch finanzielle Einnahmen für die Bergbahnen einbringen, die sehr willkommen sind. Sie böte eine ideale überregionale Kooperation mit umliegenden Verbänden als Trainings- und Wettkampfstützpunkt. Dies ist umso wichtiger, da Liechtensteins Nachwuchssportler Anfang der Saison oft im Ausland trainieren müssen anstatt in heimischen Gefilden. Ich hoffe sehr, dass die Sportstätte Malbun Bestandteil des Monitors Leistungssport ist. Ich komme zu den Massnahmen zum Sport- und Bewegungskonzept auf Seite17, Sport- und Bewegungskoordinatoren in den Gemeinden. Die Einsetzung von Sport- und Bewegungskoordinatoren im Ober- und Unterland ist für 2026 geplant mit einer Projektevaluierung Ende2027. Hier stellt sich mir die Frage, ob Sport- und Bewegungskoordinatoren neben all den bereits aktiven Vereinen tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielen. Die definitiven Zustimmungen der Gemeinden stehen noch aus und ich möchte gerne wissen, wie hier der aktuelle Stand ist. Auf Seite16, Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung: Ich begrüsse den geplanten Relaunch der zentralen Online-Plattform «bewegt.li», um die Sportvereine noch besser einzubinden und miteinander zu vernetzen. Dieses Angebot soll bestmöglich genutzt werden und hat sicher viel Potenzial. Auf Seite20 geht es um die attraktive Ausgestaltung des Ehrenamts. Das Ehrenamt ist nicht nur für die Sportlandschaft Liechtenstein unerlässlich. Ich sehe die Notwendigkeit, das Engagement weiter zu fördern und zu würdigen. Der LOC leistet hier bereits mit Weiterbildungsangeboten, wie der Kursreihe «Kompetente Vereinsarbeit» und der individuellen Beratung von Verbänden, eine führende Rolle. Gut ausgebildete und kompetente Funktionäre und Coaches in den Vereinen sind entscheidend für die erfolgreiche sportliche Entwicklung unserer Leistungssportlerinnen und -sportler. Dann komme ich zu den interessanten und erfreulichen Ausführungen auf Seite21 und ich verweise auf den September-Landtag, als in der Postulatsbeantwortung zum Ehrenamt noch sehr viel Zurückhaltung zum Ausdruck kam. So tönt es hier deutlich positiver. Die Regierung sieht Potenzial zur Ausweitung des Jugendleiterurlaubs und zur Schaffung von Service-Centern, welche Vereine und Verbände in Verwaltung und Organisation unterstützen. Das gefällt mir. Allein schon die Vereinfachung der Beantragung des Jugendleiterurlaubs, wenn diese gesammelt durch die Vereine erfolgt, würde das eine dringend benötigte administrative Entlastung darstellen. Ich möchte ein Beispiel geben, wenn zum Beispiel der Skiclub Triesenberg den «Butzgerkurs» für die 100 Teilnehmenden organisiert, sind zahlreiche Helferinnen und Helfer im Einsatz und wenn da der Jugendleiterurlaub beantragt werden muss im Voraus, ist das ein riesiger administrativer Aufwand. Es ist ein Unterschied, ob jemand für sich selbst, für eine Weiterbildung, den Jugendleiter beansprucht oder wenn ein ganzer Verein dies beantragen muss. In der Beantwortung vom September hiess es, dass die Regierung offen ist und gerne Anregungen entgegennimmt. Da komme ich separat noch einmal darauf zurück. Abschliessend komme ich noch zur systematischen Weiterentwicklung des Leistungssports auf Seite28. Die Ergebnisse des Monitors Leistungssport Liechtenstein sollen Mitte September, also jetzt, vorliegen. Können Sie bereits etwas zur Veröffentlichung und zum weiteren Vorgehen oder zu ersten Ergebnissen sagen, da das Rahmenkonzept ja dann erst Ende2026 zu erwarten ist? Ich unterstütze die Ausführungen auf den Seiten28 bis 31und begrüsse es sehr, dass die Lücke im Sportmonitoring im Bereich des Spitzen- und Leistungssports nun geschlossen werden soll und entsprechende Beachtung findet. Die berechtigte Frage bleibt, wie die knappen Ressourcen effektiv und effizient eingesetzt werden, sodass möglichst viele Leistungs- und Spitzensportlerinnen und -sportler hervorgehen und der Sport in Liechtenstein optimiert und weiterentwickelt wird. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Christoph Wenaweser
Guten Morgen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. Herzlichen Dank an die Regierung und die ihr zuarbeitenden Fachstellen für die vorliegende Postulatsbeantwortung. Mit der Revision des Sportgesetzes, die vom Landtag Ende2018 verabschiedet worden ist, erfolgte die Initialzündung für eine Reorganisation der Sportstrukturen in Liechtenstein. Damals wurde gesetzlich festgelegt, dass die verbandsorganisierte Breiten- und Leistungssportförderung in privatrechtliche Strukturen mit dem Liechtenstein Olympic Committee als zentrale Anlaufstelle überführt wird, wo hingegen die Kinder- und Jugendsportförderung, die Bewegungs- und Freizeitsportförderung sowie die Sportinfrastruktur staatliche Aufgaben bleiben. Der damaligen Strukturübung sind Taten und Inhalte gefolgt.Es ist zugunsten des sportlich-bewegten Liechtensteins vieles in Bewegung gekommen. Die vorliegende Postulatsbeantwortung legt beredtes Zeugnis hierfür ab. Das Liechtenstein Olympic Committee ist mit einer neuen Leistungsvereinbarung und mit mehr finanziellen Möglichkeiten zur Breiten- und Leistungssportförderung ausgestattet worden. Gerade aber auch im Bereich der Sportstätteninfrastruktur ist einiges in Bewegung geraten. Mit der Sportstättenförderungsverordnung vom Oktober2019 konnte der Errichtung von Sportstätten von landesweiter Bedeutung neuer Schub verliehen werden. Erstes sichtbares Zeichen ist der vor Kurzem erfolgte Spatenstich für die Kletterhalle des Alpenvereins. Auch das Langlaufzentrum im Steg hat den Landtag bereits passiert, steckt allerdings noch in Verfahren fest, die der Rechtsstaat einerseits zu ermöglichen hat, andererseits aber auf die ehrenamtlich tätigen Initiatoren keinen motivierenden Einfluss auszuüben vermögen und einiges an Durchhaltewillen einfordern. Die Regierung erkennt in ihrer Postulatsbeantwortung jedoch bereits weit vorgelagerte, hemmende Einflüsse und will über eine Novelle der Sportstättenförderungsverordnung hinaus die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für die Unterstützung von in aller Regel sehr aufwendigen Planungs- und Konzeptphasen ermöglichen - sehr begrüssenswert und eine wichtige Unterstützung des privaten Engagements. Auch will die Regierung die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen, dass das Land künftig wie bei Schulbauten ebenfalls als Bauherr für Sportanlagen fungieren kann. Der Landtag soll hierzu bereits nächstes Jahr begrüsst werden. In der Folge, so die Regierung, soll die Konzeptionierung des Sportcampus Mühleholz sowie die konkreten Bauprojekte in die Realisierungsphase treten. Ein Sportanlagenkonzept erachte ich als von besonderer Dringlichkeit. In wenigen Jahren werden in Liechtenstein zum dritten Mal die europäischen Kleinstaatenspiele stattfinden. Dann müssen nicht nur unsere Athletinnen und Athleten fit sein, sondern auch unsere Sportstätten. San Marino, Andorra, Malta oder auch Luxemburg zeigen welchen Mehrwert eine polysportive Anlage, ein Leistungszentrum, das auch den Schulen und Vereinen zum Breitensport offensteht und als Begegnungsort für die Bevölkerung dient, schaffen kann. Konkrete Bauprojekte könnten beispielsweise eine 50-Meter-Trainings- und Wettkampfschwimmhalle, weitere Turnhallenflächen, komplementäre Infrastruktur für sportartenübergreifende Nutzungen wie Krafträume, Physiotherapie und Ähnliches sein. Grosser diesbezüglicher Handlungsbedarf besteht an der Sportschule Liechtenstein. Die Regierung weist in der Postulatsbeantwortung auf diese Dringlichkeit mehrfach hin, damit das Konzept Sportschule2.0 überhaupt realisiert werden kann. Meine Vorrednerin, Kollegin Dagmar Bühler-Nigsch, hat das ebenfalls erwähnt und sie sagte, wenn wir das nicht tun, dann ist es wie eine Küche ohne Herd, es ist halt einfach auch wie Backen ohne Mehl. Zudem weist die Regierung korrekterweise darauf hin, dass in Bezug auf Sportstätten eine vertiefte, grenzüberschreitende Kooperation, insbesondere mit dem Kanton St.Gallen angestrebt werden soll. In Zukunft muss es nach der von mir geteilten Auffassung der Regierung möglich sein, dass sich Liechtenstein an Projekten über dem Rhein genauso beteiligen kann, wie die Grundlagen dafür zu schaffen sind, dass sich auch ausländische Partner an Projekten in Liechtenstein beteiligen. Gerade Liechtenstein muss aufgrund seiner Grösse auch im Sportstättenbereich regional denken und partnerschaftliche Kooperationen eingehen, wie sie sich beispielsweise im Bildungsbereich und in der Forschung seit Jahren und Jahrzehnten bewähren. Ergänzend zu den Ausführungen der Regierung bin ich der Überzeugung, dass wir nicht nur den Kanton St.Gallen im Auge behalten sollten. Auch Kooperationen beispielsweise mit dem Land Vorarlberg mit seinem Olympiazentrum Dornbirn und der Rodelbahn in Bludenz, mit dem Kanton Zürich mit dem Sportzentrum am Kerenzerberg und auch mit dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg wären aus meiner Sicht denkbar. Explizit unterstütze ich auch die Ausführungen meiner Vorrednerin zum Rennhang Hochegg im Malbun und möchte ergänzend ausführen, dass es sich dabei um eine FIS-homologierte Piste handelt, die gemäss übereinstimmenden Aussagen der Trainergilde europaweit oder sogar weltweit sich aufgrund ihrer Topografie, aufgrund ihrer unmittelbaren Anbindung an einen Skilift optimalst eignet für effiziente Trainingsgestaltung. Auch im Rahmen eines Sport- und Bewegungskonzepts ist einiges in Gang gekommen, wie die Postulatsbeantwortung aufzeigt. Ich begrüsse es ausserordentlich, dass die Einsetzung von Sport- und Bewegungskoordinatoren in den liechtensteinischen Gemeinden voranzukommen scheint, dass die Plattform «bewegt.li» einen Relaunch erfahren wird und dass konkrete Massnahmen zur Stärkung des freiwilligen Schulsports auf der SekundarstufeI in Aussicht stehen. Begrüssenswert ist die Überlegung, dass das Amt für Gesundheit künftig vermehrt kooperative Projekte mit Partnern wie dem Schulamt, dem Aha, dem Seniorenbund oder dem LOC lancieren könnte. Vielleicht würde es sogar Sinn machen, wenn alle diese Partner zusammenarbeiten und auch die Stabsstelle Sport und das Amt für Soziale Dienste miteinbezogen würden. Mit der Kampagne «LIEberGesund» hätte das LOC bereits eine Kampagne zur Sportbewegung und Gesundheit in Vorbereitung, an der sich diese Partner beteiligen und als Multiplikatoren wirken könnten. Zudem sollten diese Projekte auch unbedingt mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet werden. Gerade an die Kinder- und Jugendsportförderung sowie an die Bewegungs- und Freizeitsportförderung müssen hohe Erwartungen adressiert werden. Durch die Lebensumstände und durch das sich in grossen Teilen der Jugend gegenüber noch vor einer oder zwei Generationen völlig veränderte Freizeitverhalten gehören eine gesunde, entwickelte körperliche Beweglichkeit und Koordination sowie eine halbwegs ansprechende Ausdauerfähigkeit leider nicht mehr zum selbstverständlichen Rüstzeug unserer heutigen Jugend. Dies ganz abgesehen von den positiven Auswirkungen des Sports auf die kognitive Leistungsfähigkeit, welche inzwischen ausreichend belegt ist. Damit verbands- und vereinsorganisierter Sport überhaupt stattfinden kann, braucht es nicht nur Strukturen, Finanzen, Sportstätten und Sportinteressierte, es braucht vor allen Dingen Menschen im Ehrenamt, die den Trainings- und Wettkampfbetrieb sicherstellen. Nachdem sich die Regierung in der Beantwortung der Interpellation zur Förderung des Ehrenamtes, die vom Landtag in der zurückliegenden September-Sitzung behandelt worden ist, eher zugeknöpft gegeben hat, lese sich nun mit umso grösserer Freude, dass Potenzial darin gesehen wird, zeitliche Ressourcen durch die Ausweitung des Jugendleiterurlaubs bereitzustellen, Anreize für Unternehmen zur Gewährung von bezahltem oder unbezahltem Urlaub für ehrenamtliche Tätigkeiten zu schaffen, zusätzliche Entlastung durch die weitere Professionalisierung der Rahmenbedingungen zu ermöglichen, wie beispielsweise durch die Schaffung von Service-Centern zur Unterstützung von Verbänden und Vereinen in Verwaltung und Organisationsführung. Diese Auskünfte aus der Postulatsbeantwortung meint man fast nicht von der gleicher Regierung bekommen zu haben, wie die zur vorher zitierten Interpellationsbeantwortung. Meines Erachtens ist es wichtig, dass Sport in seiner Ganzheit betrachtet und gefördert wird. Der Kinder- und Jugendsport, der Breiten- und der Leistungssport bedingen sich gegenseitig. Kinder- und Jugendsport sowie der Breitensport sind die Basis, auf der sich Leistungssport entwickelt. Erfolgreiche Leistungssportler haben nebst vielen anderen Effekten, insbesondere wiederum eine motivierende Ausstrahlung auf den Kinder- und Jugendsport sowie auf den Breitensport. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, da das alles nach grossen finanziellen Aufwendungen klingt, möchte ich abschliessend meiner festen Überzeugung Ausdruck verleihen, dass jeder Franken gut investiert ist, insbesondere auch in die Gesundheit der Bevölkerung und auch im Lichte der laufend steigenden Gesundheitskosten. Gemäss einer österreichischen Studie spart die körperliche Aktivität seiner Bewohner dem Staat jedes Jahr bis zu EUR530Mio. an Gesundheitskosten. Würde sich die gesamte österreichische Bevölkerung regelmässig bewegen, wären es EUR1,15Mrd. Bewegung ist nicht nur gesund und leistungsfördernd, Bewegung rentiert auch, auch in Liechtenstein.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Besten Dank für das Wort. Ich wünsche einen guten Morgen. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Antwort der Regierung auf das Postulat geht nach meiner Auffassung in die falsche Richtung. Sie verliert sich in Studien, Monitorings und Konzepten. Doch die kommenden Jahre brauchen keine weiteren Analysen, sondern Taten, Zuversicht und Gestaltungswillen. Wir wissen seit Jahren, wo die Defizite liegen: Fehlende Hallenkapazität, kein 50-Meter-Schwimmbecken, mangelnde Bündelung der Kräfte im Leistungssport. Immer wieder wird betont, dass Kooperationen mit dem Ausland nötig seien. Das alles ist nicht neu. Was fehlt, ist der Mut, im Inland eine klare Struktur zu schaffen, in der unsere Talente wachsen können. Dabei geht es nicht nur um den Spitzensport. Breitensport und Leistungssport sind keine Gegensätze, sie gehören zusammen. Ohne einen starken Breitensport gibt es keine Basis für den Spitzensport. Und ohne Spitzensport fehlen die Idole, die Kinder und Jugendliche motivieren, sich überhaupt in Vereinen zu engagieren und dranzubleiben. Ein Kind, das sieht, wie liechtensteinische Athlet/-innen auf internationalen Parketten Erfolge feiern, wird selbst inspiriert, aktiv zu werden. Idole wirken in die Breite und ein starker Breitensport bringt die nächste Generation an Talenten hervor. Genau deshalb müssen wir unsere Ressourcen endlich klug bündeln. Es wäre eine Katastrophe, wenn wir noch eine weitere Generation an Talenten verlieren, nur weil wir ihnen keine Perspektive geben. Es darf nicht sein, dass junge Sportlerinnen und Sportler ihre Karriere abbrechen, weil sie sich um wenige Vollzeitstellen streiten müssen, während andere Länder längst flexible Modelle bieten, die Ausbildung und Spitzensport verbinden. Das Sportgesetz verpflichtet uns, sowohl den Breitensport als auch den Spitzensport zu fördern. Doch aktuell erleben wir, dass viel Geld in Strukturen und Verwaltung fliesst, während Athletinnen und Athleten mit ihren Träumen alleine bleiben. Wir müssen den Mut haben, umzudenken, weniger Bürokratie, mehr direkte Förderung für Sportlerinnen und Sportler. Andere Länder machen es uns vor. Island hat eine klare Sportstrategie und mit der Verzahnung von Schule, Breitensport und Eliteförderung internationale Erfolge erzielt. Luxemburg zeigt, dass gezielte Förderung auch in kleinen Ländern zu Spitzenleistungen führen kann. Für Liechtenstein bedeutet das: Wir brauchen ein Umfeld, in dem unsere Athletinnen und Athleten sportübergreifend trainieren und voneinander profitieren können, und genauso ein Umfeld, in dem Vereine, Schulen und Breitensport gestärkt werden. Nur wenn wir diese Verbindung ernst nehmen, entstehen Weltklasseleistungen, die zugleich eine ganze Gesellschaft bewegen. Es ist keine Frage des Geldes; es ist eine Frage der Einstellung, eine Frage des Willens. Wir müssen aufhören, uns kleinzureden. Wir müssen endlich anfangen, unsere Stärken konsequent auszuspielen. Es braucht einen Ruck durch unser Land. Der Sport kann dabei ein Motor und Symbol zugleich sein. Er zeigt uns, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sind. Er zeigt uns, dass wir stolz auf unsere Jugend und unsere Athleten sein dürfen, wenn sie international bestehen. Die Zeit der Studien ist vorbei. Jetzt braucht es Taten, jetzt braucht es den Mut, Breiten- und Spitzensport nicht länger getrennt zu betrachten, sondern als Einheit zu fördern, denn noch eine Generation an Talenten zu verlieren, wäre unverzeihlich. Besten Dank für das Wort.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Landtagsvizepräsidentin Franziska Hoop
Besten Dank für das Wort, Herr Landtagspräsident. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, guten Morgen. Mit der Postulatsbeantwortung legt die Regierung eine umfassende und differenzierte Antwort vor. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass zahlreiche Massnahmen aus dem Sport- und Bewegungskonzept nun konkrete Formen annehmen. So werden Bewegungskoordinatorinnen und -koordinatoren eingeführt und der freiwillige Schulsport ist bereits gestartet. Das Anmeldeverfahren läuft und das Angebot ist für drei Jahre gesichert. Dies sind Schritte, die unmittelbar Wirkung entfalten können. Fragen stellen sich hingegen bei der Gesundheitsförderung. Entscheidend wird sein, ob dafür tatsächlich genügend personelle und finanzielle Ressourcen vorhanden sind, damit mehr als nur Einzelinitiativen entstehen. Auch im Bereich der Schnittstelle zwischen Schule und Verein braucht es Klarheit. Wer trägt hier die Verantwortung? Das Schulamt, die Stabsstelle für Sport, das LOC oder andere Stellen? Wenn diese Aufgabe seriös angegangen werden soll, sind klare Zuständigkeiten und entsprechende Ressourcen erforderlich. Die Ausführungen zu den Rahmenbedingungen des Ehrenamts sind erfreulich, gleichzeitig zeigt sich, dass der Fokus stark auf den Sport gerichtet bleibt. In Liechtenstein gibt es über 900Vereine, von denen nur ein Teil Sportvereine sind. Deshalb braucht es eine allgemeine, breit abgestützte Lösung für das Ehrenamt, die nicht auf den Sport beschränkt bleibt. Besonders wichtig ist es mir erneut hervorzuheben, dass die Freiwilligen, die einen grossen gesellschaftlichen Beitrag leisten, nicht mit administrativem Aufwand überlastet werden dürfen. Ihre Arbeit muss möglichst unkompliziert unterstützt werden, damit Engagement Freude macht und nachhaltig bleibt. Inklusion ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines zeitgemässen Sportsystems. Sie eröffnet allen Menschen, unabhängig von Fähigkeiten oder Einschränkungen, die Möglichkeit zur gleichberechtigten Teilhabe. Bereits heute tragen der LBV, das LOC und Special Olympics mit vielfältigen Angeboten und internationaler Vernetzung wesentlich dazu bei.Gleichzeitig zeigt sich insbesondere im Breitensport noch Entwicklungspotenzial, um Menschen mit Behinderung umfassender einzubinden. Entscheidend ist ein gut abgestimmtes Zusammenspiel aller Akteure, damit Inklusion dauerhaft gestärkt und in allen Bereichen selbstverständlich verankert wird, ohne einzelne Organisationen zu überfordern. Das Kapitel zur Fahrradinfrastruktur ist sehr umfangreich. Hier gilt es, die richtige Balance zwischen ehrgeizigen Zielen und realistischer Umsetzung zu finden. Notwendig ist eine enge Abstimmung mit Raumplanung, Umwelt und Landwirtschaft. Hinsichtlich der Infrastruktur ist es zu begrüssen, dass ein Sportanlagenkonzept für Liechtenstein erarbeitet wird. Bislang entstanden häufig Einzelinitiativen, hier eine Halle, dort ein Schwimmbecken - ein Flickenteppich ohne klare Linie. Mit dem Konzept können endlich Schwerpunkte gesetzt werden. Kritisch bleibt jedoch die Frage, weshalb die rechtlichen Grundlagen für den Bau erst jetzt aufgegriffen werden. Ebenso wichtig ist eine enge Abstimmung mit den Gemeinden. Wo gibt es gemeinsame Strategien, wo gemeinsame Investitionen? Während die Gemeinden vor allem für den Breitensport zuständig sind, liegt der Fokus des Landes stärker auf dem Leistungssport. Die Übergänge sind jedoch fliessend, weshalb meines Erachtens eine gemeinsame Strategie erforderlich wäre.Besondere Bedeutung hat die bessere Nutzung bestehender Infrastrukturen, nicht nur für den Leistungssport, sondern auch für den Breitensport. Freibäder oder Mehrzweckanlagen können durch intelligente Konzepte und Kooperationen zusätzliche Funktionen übernehmen, ohne dass sofort Neubauten nötig sind. In diesem Zusammenhang stellt sich etwa die Frage, ob es Überlegungen gibt, das Freibad mit einer Überdachung auszustatten, um es als Trainingshalle im Winter zu nutzen. Wie sieht dies die Regierung? Schliesslich zur Weiterentwicklung des Leistungssports: Der Monitoringbericht Leistungssport Liechtenstein, es wurde schon vermehrt angesprochen, ist ein wichtiges Instrument. Ist der Bericht bereits erstellt und welche Rückschlüsse können daraus gezogen werden? Nur auf dieser Basis können Fördermassnahmen zielgerichtet weiterentwickelt werden.Zusammenfassend zeigt die Beantwortung viele positive Ansätze, gleichzeitig bleiben aber offene Fragen. Die geplanten Massnahmen setzen wichtige Impulse, insbesondere durch das Sportanlagenkonzept und die konkrete Umsetzung erster Projekte. Entscheidend wird sein, Ressourcen, Zuständigkeiten und Prioritäten klar zu definieren und die bestehenden Strukturen intelligent zu nutzen. So kann Liechtenstein den Weg zu einem sportlich und bewegt gestalteten Zukunftsmodell erfolgreich beschreiten. Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Ich erlaube mir, zwischendurch auch mein Votum abzugeben. Die Postulatsbeantwortung zeigt deutlich, dass die Regierung und die an der Umsetzung der Massnahmen beteiligten Organisationen in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet haben und bereits erste Erfolge verzeichnen können. Es ist erfreulich zu sehen, dass die meisten Massnahmen mit klaren Abläufen, Zeitplänen und Zielsetzungen versehen worden sind. Die richtigen Schritte hinsichtlich der Erweiterung und Optimierung der Sportinfrastruktur wurden eingeleitet und es ist höchst erfreulich, dass die Regierung dieses für den Sport so wichtige Thema vorantreibt.Wir benötigen im Sportanlagenbau eine klare Vision und eine langfristig ausgerichtete strategische Planung, welche auf stabilen rechtlichen Grundlagen fundiert ist. Die Regierung plant, die Grundlagen dafür bis Ende 2025 zu erarbeiten, damit sich der Landtag im nächsten Jahr damit beschäftigen kann. Dies begrüsse ich sehr. Besonders erfreulich sind die erwähnten geplanten Projekte, wie beispielsweise der Sportcampus, die einen Meilenstein für den Sport in Liechtenstein bilden können. Ich erhoffe mir ein Zentrum, welches nicht nur dem Leistungssport neue Möglichkeiten bietet, sondern auch dem Schulsport, dem Vereins- und Breitensport offensteht. Dies könnte nicht nur den Sport in Liechtenstein langfristig fördern, sondern auch als wegweisendes Projekt dienen. Sollte es an der Sportschule Liechtenstein schon früher zu Engpässen kommen, erhoffe ich mir, dass Lösungen gesucht und gefunden werden, welche dieses und wichtige wertvolle Schulangebot stärken und fit für die Zukunft machen. Die in den vergangenen Jahren in Angriff genommenen Projekte, wie die Kletterhalle oder das Nordic Center in Steg, haben gezeigt, dass es möglich ist, auf Basis der Subventionsgesetzgebung Projekte umzusetzen. Allerdings benötigen die Ehrenamtlichen, die nicht nur Arbeitsstunden, sondern auch private Finanzen eingesetzt haben, mehr Unterstützung. Auch diesbezüglich geht die Postulatsbeantwortung in die richtige Richtung. Weiters ist der Stand der Massnahmen aus dem Sport- und Bewegungskonzept positiv zu bewerten. Insbesondere der Sport kann ohne das Ehrenamt nicht funktionieren. Wir müssen das Ehrenamt und das freiwillige Engagement deshalb bestmöglich unterstützen, damit wir auch langfristig von den positiven Wirkungen von Sport und Bewegung auf die Gesundheit, den sozialen Zusammenhalt und die Integration profitieren können. Deshalb sehe ich die vorgeschlagenen Massnahmen wie die Ausweitung des Jugendleiterurlaubs oder die Schaffung eines Service-Centers als sehr positiv und innovativ an. Die Förderung des Sports und der Bewegung bei Jugendlichen ist von entscheidender Bedeutung. Die Sportvereine sollten noch enger mit der Schule zusammenarbeiten können, um gemeinsam mit den Lehrpersonen niederschwellige Bewegungsangebote zu schaffen, von denen möglichst viele Kinder und Jugendliche profitieren. Deshalb sollte diese wichtige Schnittstelle nicht nur definiert, sondern auch mit den nötigen personellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet werden. Das Gleiche gilt für die Projekte, die das Amt für Gesundheit künftig lancieren wird. Es ist unbestritten der richtige Weg, dass die kurzen Wege in Liechtenstein genutzt und gemeinsam mit Partnern umgesetzt werden. Allerdings braucht es dafür auch die notwendigen Ressourcen und ich hoffe, dass diese zur Verfügung gestellt werden. Zum Abschluss möchte ich der Regierung und allen Beteiligten meinen herzlichen Dank für ihre Arbeit aussprechen. Ich bin überzeugt, dass die vorgeschlagenen Massnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Sports und der Bewegung in Liechtenstein leisten werden. Besten Dank.Abg. Sandra Fausch
Guten Morgen miteinander. Ich danke der Regierung für die vorliegende Postulatsbeantwortung. Mit den vorliegenden Beschlüssen zur Weiterverfolgung der Massnahmen wird künftig verstärkt in die Sport- und Bewegungspolitik unseres Landes investiert. Es ist erfreulich zu lesen, wie breit die Zusammenarbeit getragen wird, von Schulen, Gemeinden, Verbänden, Vereinen bis hin zum Behindertenverband. Viele Massnahmen sind bereits aufgegleist, Konzepte in Ausarbeitung und es ist erkennbar, dass die Umsetzung Schritt für Schritt Gestalt annimmt. Auch positiv hervorzuheben ist, dass Potenzial gesehen wird in der Ausweitung des Jugendleiterurlaubs und Anreizschaffung für Unternehmen, ehrenamtliche Tätigkeiten durch bezahlten oder unbezahlten Urlaub zu fördern. All dies ist grundsätzlich sehr positiv. Besonders hervorheben möchte ich die kooperative Herangehensweise: Sport- und Bewegungskoordination in den Gemeinden, die Stärkung des freiwilligen Schulsports, die neuen Grundlagen zur Inklusion im Parasport oder die bessere Unterstützung des Ehrenamts, wie gesagt. All diese Massnahmen zeigen, dass die Regierung den Sport nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines Gesamtsystems, das eng mit Gesundheit, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt verbunden ist.Gleichwohl fällt auf, zum ersten Punkt, auf dreieinhalb Seiten wird auf die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur eingegangen und was alles das Radroutenkonzept abdeckt und dass in den nächsten Jahren circa CHF60Mio. investiert werden sollen. Welche konkreten Schritte für die kommenden fünf Jahre nun wirklich unternommen werden, ist nicht erkennbar. Gleichzeitig wird aber darauf verwiesen, dass 2030 eine Evaluation der Massnahmen erfolgen soll. Dieses Kapitel steht für mich wirklich etwas quer in der Landschaft. Gerade der Radverkehr ist zentral für eine nachhaltige Mobilität und Gesundheitsförderung. Hier bräuchte es aus meiner Sicht mehr Verbindlichkeit und vor allem Tempo. Zweitens: Zudem fällt auf, dass die Forderung nach grenzüberschreitenden Kooperationen und Beteiligungen in der Beantwortung deutlich zu kurz kommt. Angesichts der Kleinheit unseres Landes und der hohen Kosten für gewisse Sportinfrastrukturen ist die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Ausland nicht nur sinnvoll, sondern eigentlich unabdingbar. Daher möchte ich die Frage an die Regierung richten, welche nennenswerten Gespräche es mit St.Gallen im Rahmen der Postulatsbeantwortung gegeben hat. Darüber hinaus stellen sich mir noch einige Fragen an die Regierung. Beispielsweise auf Seite14: Die Sportstättenförderungsverordnung soll dahingehend angepasst werden, dass finanzielle Mittel ab der grundsätzlichen Genehmigung des Vorhabens seitens der Regierung für weitere Abklärungen und Arbeiten bereitgestellt werden. Wie stellt sich die Regierung die Ausgestaltung vor beziehungsweise nach welchen Kriterien sollen folglich finanzielle Mittel gesprochen werden und über welchen Zeitraum? Die nun im Bau befindliche Kletterhalle als Beispiel zeigt eindrücklich, welch enormes privates Engagements in das Projekt geflossen ist. Auf Seite15 ist die Rede von einer gesetzlichen Grundlage, damit das Land als Bauherrin von Sportstätten fungieren kann. Das ist begrüssenswert. Daher noch meine Frage, ob die Regierung plant, hierzu eine Vorlage in den Landtag zu bringen. Unter der Stärkung des Bereichs Gesundheitsförderung und Prävention des Amts für Gesundheit wird vor allem der Relaunch der Website erwähnt, auch das ist begrüssenswert. Hinzu kommen sollen verstärkt Kooperationen mit weiteren Akteuren wie Schulamt, Aha oder Seniorenbund eingegangen werden. Kann die Regierung schon sagen, was hier konkret angedacht oder bereits aufgegleist ist.Die Stärkung der Prävention erachte ich als sehr wichtigen Pfeiler. Daher frage ich mich, ob das aktuelle Stellenpensum von 70Prozent für diesen Bereich ausreichend ist oder ob durch diese neuen Aufgaben Handlungsbedarf entsteht. Vielleicht kann hier die Regierung noch Ausführungen dazu machen. Da Bewegung und Ernährung sich gegenseitig beeinflussen, möchte ich die Frage auch aufwerfen, ob Ernährung verstärkt dabei mitgedacht wird, wenn es um die Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention beim Amt für Gesundheit geht. Auf Seite22 ist die Rede von zweitägigen Ausbildungen für junge Trainerinnen und Trainer. Da habe ich mich gefragt, ob die Teilnehmenden für diese Ausbildung freigestellt werden oder ob sie diese in ihrer Freizeit absolvieren.Zusammenfassend: Die Postulatsbeantwortung ist ein wichtiger Schritt und enthält viele wertvolle Ansätze. Aber gerade beim Radroutenkonzept sowie bei der grenzüberschreitenden Kooperation wären mehr Ehrgeiz und Klarheit meinerseits wünschenswert gewesen. Danke. Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Thomas Rehak
Geschätzte Damen und Herren, guten Morgen. Ich danke der Regierung und allen Beteiligten für die Beantwortung dieses Postulats. Sport ist eine sehr wichtige Institution, würde ich sagen, er hat im Land Liechtenstein eine lange Tradition, und über den Nutzen des Sports haben wir bereits schon sehr viel gehört. Für den Sport braucht es natürlich auch Sportstätten. Und da schreibt die Regierung auch auf Seite6, dass die Erstellung der Sportstättenkonzepte in Liechtenstein eine unrühmliche Tradition habe. Das kann ich nur bestätigen, weil bereits mit dem Sportstättenkonzept, das die Regierung im Jahr 2012 verabschiedet hatte, hat man dann im Jahr 2013 mit dem Projekt der Kletterhalle Liechtenstein begonnen. Da war ich sehr stark involviert und wir haben schon gehört, dass es viel privates Engagement gebraucht hat, um dieses Projekt überhaupt so weit zu bringen, dass man jetzt im Jahr 2025 im Bau ist. Hier möchte ich Ihnen den Projektverlauf nicht vorenthalten und Ihnen einige Eckpunkte zur Kenntnis bringen. Im Jahr 2013 hat die Hauptversammlung des LAV einen Grundsatzentscheid gefällt, dieses Kletterhallenprojekt anzugehen aufgrund dessen, dass es ein neues Sportstättenkonzept gegeben hat, und dieser Wunsch schon lange bestand, eine Kletterhalle für Liechtenstein zu erstellen. Im November2014 wurde das Konzept an die Sportstättenkommission der Regierung eingereicht. Im Januar und Februar2016 gab es Standortzusagen der Gemeinden Schaan und Eschen und am 15.September2016 wurde ein Gesuchsschreiben an die Sportstättenkommission der Regierung, Im Juli2017 wurde dann das Subventionsgesuch an die Regierung eingereicht und im Oktober2017 gab es einen Finanzbeschluss des Landtags - bis dahin soweit so gut. Das ist einigermassen, würde ich sagen, noch in einem zeitlichen Rahmen, der durchaus vertretbar erscheint: 2013 bis 2017 und im 2017 bereits ein Landtagsentscheid - eigentlich ein speditives Projekt bis dahin. Aber das war ja noch lange nicht das Ende. Wenn der Landtag hier einen Entscheid trifft, dann ist es schlussendlich noch lange nicht so weit, dass man das dann bauen kann. Darauf komme ich nachher noch zu sprechen. Jedenfalls war uns zu Beginn klar, dass das Sportstättenkonzept aus dem Jahr2012 doch erhebliche Mängel hatte, weil es keine Regelung im Sinne der Raumplanung hatte. Damals musste der LAV jede Gemeinde besuchen, um einen Standort zu finden, und die Standortfrage war eine der grössten Probleme überhaupt, nicht einmal die Finanzierung, sondern die Standortfrage war ein Riesenproblem. Denn, welche Gemeinde möchte schon einen Standort zusagen und muss dann noch mitfinanzieren? Das war ein riesiges Manko und alle Gemeinden hatten Angst, wenn wir eine Standortzusage machen, dann werden wir dann auch zur Finanzierung gezwungen in diesem Rahmen und deshalb hat es dann halt viele, viele Absagen gegeben. Schaan und Eschen haben dankenswerterweise zugesagt. Man hat sich dann für Schaan entschieden. Es gab auch kein Finanzierungskonzept in diesem Sportstättenkonzept. Es war völlig unklar. Irgendwie hat es geheissen, alle Gemeinden müssten mitfinanzieren und das war dann halt der erste grosse Stolperstein. Da komme ich dann später darauf sprechen. Es gibt auch keine Regelung, und da leidet derzeit sicherlich die Sportstätte Steg daran, wie das Baubewilligungsverfahren dann zu erfolgen hat. Der Landtag hat den Entscheid getroffen, dass man die Finanzierung macht, aber die Baubewilligungsverfahren liegen dann noch vor dem Projekt und da gibt es jetzt Hürden im Steg ganz konkret, wo man hier immer wieder neue Auflagen vorgelegt bekommt und hier nicht weiterzukommen scheint. Die Anforderungen entwickeln sich dynamisch in einem solchen Projekt. Sie sind zu Beginn nicht bekannt und sie ändern sich fast stetig. Diese Anforderungen dann jeweils zu erfüllen, ist für ein Milizsystem, welche diese Sportstätten entwickeln muss in Fronarbeit, wie zum Beispiel die Kletterhalle entwickelt worden ist, fast nicht zu stemmen. Da braucht es eine Riesenportion Idealismus, sonst wird man so ein Projekt nicht weiterverfolgen. Auch das Kletterhallenprojekt war viele Male knapp vor dem Scheitern. Man war auch immer wieder bereit als LAV, dieses Projekt in die Rundablage zu verabschieden, denn nur so kommt man weiter. Wenn man dann sagt: Ja, wenn wir das jetzt wirklich so machen müssen, dann beerdigen wir dieses Projekt und das war dann meistens das Argument, dass es dann trotzdem irgendwie weitergegangen ist. Also beerdigen will man es auch nicht, aber man hat extreme Anforderungen auch an solche Sportstättenkonzepte und Projekte, dass sie kaum zu stemmen sind, und man viel Idealismus braucht. Wie gesagt, der Landtagsentscheid vom Oktober2017, dann war ja die Anforderung, dass alle Gemeinden hier mitfinanzieren müssen. Zwei Gemeinden haben den Finanzbeschluss abgelehnt. Sie waren der Ansicht, dass das Land Liechtenstein verantwortlich ist, obwohl eine Kletterhalle sowohl den Leistungssport als auch den Breitensport berücksichtigt. Weil wir ja auch aus diesem Konzept wissen, dass die Gemeinden im Grundsatz für den Breitensport zuständig sind, aber das haben sie dann nicht anerkannt. Schliesslich geht es ja einfach nur ums Geld. Dann im Oktober2019 verabschiedete die Regierung eine neue Sportstättenverordnung, weil man gesehen hat, dass dieses Finanzierungsmodell nicht funktioniert. Dann September2020: Die neue Verordnung hat auch verlangt, dass der LAV mit allen Gemeinden spricht und dort um Unterstützung anfragt. Das hat der LAV gemacht, aber alle Gemeinden haben sich entschieden, von einer finanziellen Beteiligung abzusehen. Das war der nächste Tiefschlag. Dann, im April2021 hat man ein neues Konzept zuhanden der Regierung verabschiedet. Jetzt waren die Gemeinden nicht mehr involviert in die Finanzierung. Dann im Jahr2022: Der Landtag stimmte dem Subventionsgesuch zu, einstimmig; der Standort war Schaan. Dann, im Herbst2022 haben sich die Gemeinden Schaan und Vaduz abgesprochen und bestimmt, dass sie einen anderen Standort bevorzugen. Man hat einen Standortwechsel gewünscht vonseiten der Gemeinden. Dann musste man das Projekt umprojektieren. Wenn es an einem neuen Standort ist, dann sind alle Pläne natürlich so nicht mehr gültig. Das hat man neu gemacht.Und im Jahr2023 hat das Ministerium für Infrastruktur dann den LAV gebeten, ein neues Subventionsgesuch, bereits das dritte, einzureichen. Im Jahr2023 dieses Subventionsgesuch im Juni eingereicht worden. Im Oktober2023 gab es eine Sitzung, da hat man wieder neue Anforderungen gefunden. Dann hat man gesagt, jetzt müsst ihr noch einen Architekturwettbewerb machen. Dann hat man darüber diskutiert. Das war wieder eine Situation, in der man praktisch sagen musste: Dann können wir das Projekt nicht umsetzen, weil dann werden die Finanzmittel nicht ausreichen. Man sich dann später im März2024 geeinigt, also erst ein halbes Jahr später, dass man von diesem Architekturwettbewerb abgesehen hatte. Und im September schliesslich, im Jahr2024, hat der Landtag eine Entscheidung getroffen. Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Herr Abg. Rehak, ich bitte Sie zur Postulatsbeantwortung zurückzukommen.Abg. Thomas Rehak
Das ist sehr wichtig, weil wir reden ja hier von Sportstätten und wie wir die Sportstätten in Zukunft entwickeln sollen und das ist einfach ein Beispiel, wie es derzeit läuft. Wir haben ja auch eine Sportstätte im Steg derzeit, welche nicht vorankommt und welche wir nicht bauen können, noch nicht, obwohl wir sie genehmigt haben. Das macht mich traurig, weil ich weiss, wie viel Aufwand das ist, und das ist alles Aufwand, den Private hier zu leisten hatten. Dann, auf der Seite13: Die Regierung will ja eine allfällige Abänderung des Subventionsgesetzes und der Sportstättenförderungsverordnung machen. Ja, allfällig - da möchte ich wissen, was in diese allfällige Anpassung kommt. Da wäre ich froh, wenn die Regierung hier Ausführungen machen könnte, weil es braucht tatsächlich eine Anpassung, weil so ist man nicht erfolgreich und so werden nicht viele Sportstätten entwickelt werden können. Dann auf der Seite15: Hier verweise ich auf das Votum meines Fraktionskollegen Seger. Er hat ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass der Breitensport und der Spitzensport vereint sein müssen und hier steht, dass man eigentlich die Zuständigkeiten von Spitzen- und Leistungssport und Breitensport getrennt hat und das noch immer als richtiges Konzept ansieht. Da hat auch die Abg. Franziska Hoop, glaube ich, darauf hingewiesen, dass sie das auch nicht so sieht. Das sehe ich auch nicht so. Sport gehört zusammen; aus dem Breitensport entsteht der Spitzensport. Man kann das nicht trennen, auch die Zuständigkeiten kann man nicht trennen. Man kann aber die Gemeinden in eine gewisse Pflicht nehmen, das kann man trotzdem, aber trennen kann man es nicht. Dann, die Seite21: Hier steht auch das Problem der Trainer. Viele Sportvereine haben Probleme, Nachwuchstrainer zu finden. Da werden Angebote eingestellt, in Triesen beim Turnverein zum Beispiel, welche hier nicht mehr angeboten werden können, weil einfach der Nachwuchs fehlt, warum auch immer. Da müssen wir uns auch Gedanken machen, dass wir uns hier verbessern können. Dann, auf Seite30, hier steht, ich zitiere: «Die Ergebnisse des Monitors Leistungssport Liechtenstein liegen voraussichtlich ab Mitte September2025 vor und werden in der Folge publiziert.» Liegen diese bereits vor? Das ist meine Frage. Und können Sie hier allenfalls, wenn Sie schon Ergebnisse hätten, eine kurze Zusammenfassung präsentieren? Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Bettina Petzold-Mähr
Besten Dank. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Regierung, guten Morgen. Ich bedanke mich auch beim Ministerium für Inneres, Wirtschaft und Sport für diese Postulatsbeantwortung und auch beim Abg. Rehak für die Aufarbeitung der Vergangenheit. Ich bin ehrlich, ein wenig mehr Fleisch am Knochen hätte ich mir hier schon gewünscht. Meine Vorrednerinnen und Vorredner haben sehr viel ausgeführt und ich beschränke mich hierbei wirklich nur noch auf ein paar Fragen an die Regierung. Aber vorab: Es wurde auf die Wichtigkeit des Leistungs- und Breitensports hingewiesen, was er bedeutet für die Gesellschaft und welchen Wert er hat und es wurde an den Mut für Investitionen appelliert, was ich nur unterstützen kann. Ich fange an bei den Ausführungen auf den Seiten11 und 12.Die Regierung schreibt, dass Kooperationen wünschenswert wären und zu prüfen sind. Haben Sie hier bereits konkrete Ideen oder haben hier auch Gespräche stattgefunden? Da möchte ich wie die Abg. Fausch auch wissen, was besprochen wurde und in welche Richtung es dort gehen soll.Im Kapitel3.1, Massnahmen zur Optimierung und Erweiterung der Sportinfrastruktur in Liechtenstein: In den letzten Jahren kam einiges an Bewegung in diese Sache und in viele Gespräche haben stattgefunden. Auch ein MoU wurde abgeschlossen. Was mir aber in dieser Postulatsbeantwortung fehlt, ist die Planung über das Jahr2026 hinaus. Daher die Frage an die Regierung: Wie ist Ihre Roadmap? Was sind die mittelfristigen Ziele? Wir haben im Jahr2033 oder 2035 die Kleinstaatenspiele wieder in Liechtenstein zu Gast. Sollte oder müsste dies nicht ein Ziel sein? Ich meine, das sind noch acht oder zehn Jahre und wir wissen alle, wie schnell das vergeht. Auf Seite 15 führen Sie aus: «Damit das Land als Bauherr für Sportstätten fungieren kann, ist eine gesetzliche Grundlage nötig, die aktuell nicht besteht.» Ich habe mich gefragt, und diese Frage konnte mir im Vorfeld keiner der Experten beantworten: Warum brauchen wir als Land eine gesetzliche Grundlage, um Sportstätten zu bauen? Warum reicht nicht ein Bericht und Antrag an das Hohe Haus mit einem Finanzbeschluss, wie beim Dienstleistungszentrum, beim Landesspital oder auch bei der Landesbibliothek? Ich verstehe es nicht. Da wäre ich wirklich froh, wenn Sie dies ausführen könnten, was in dieser gesetzlichen Grundlage konkret geregelt werden soll.Nun komme ich noch zu ein paar Punkten, unter 3.2, Massnahmen zum Sport- und Bewegungskonzept. Unter dem Punkt «Schaffung konzeptioneller Grundlagen für die Inklusion im Sport» führen Sie verschiedene interessante Dinge auf. Sie sagen, dass eine Koordinationsstelle eingeführt werden soll. Können Sie ausführen, wo diese Koordinationsstelle angegliedert sein soll? Haben Sie Kenntnis darüber, wie viele Parasportathleten aktuell in Liechtenstein an Wettkämpfen teilnehmen? Wie werden diese heute durch den Liechtensteinischen Behindertenverband unterstützt? Aus meiner Sicht ist es immens wichtig, dass wir die Sportangebote schaffen und koordinieren, aber auch die möglichen Athleten gut abholen und unterstützen. Zum Radroutenkonzept schreiben Sie auf Seite25, dass der nächste Schritt sein wird, die geplanten Regelungen in die gesetzlichen Grundlagen zu überführen. Wie ist Ihr Zeitplan? Bis wann können wir hier mit einer gesetzlichen Grundlage rechnen? Weiter auf Seite26 führen Sie aus, dass die Schnittstelle zwischen der Schule und dem Vereinssport in einem separaten Projekt bis Ende2026 klar zu definieren ist. Haben Sie hier schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll? Und dann zuletzt noch im Kapitel3.2.8, systematische Weiterentwicklung des Leistungssports: Auf Seite30 führen Sie aus, dass die Ergebnisse des Monitors Leistungssport Liechtenstein voraussichtlich ab Mitte September vorliegen. Es wurde bereits mehrfach genannt. Nun, wir haben Anfang Oktober und dazu habe ich bis heute noch gar nichts gehört. Vielleicht können Sie hier schon ein paar Ausführungen machen, wie weit man damit konkret ist und was die ersten Erkenntnisse sind und vor allem, bis wann die Publizierung vorgesehen ist. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Abg. Johannes Zimmermann
Herr Präsident, geschätzte Damen und Herren, guten Morgen. Mir geht es vor allem um die Seiten11 und 14 respektive um deren Begrifflichkeiten mit der Sportinfrastruktur und mit der Beteiligung an Projekten, auch durch das Ausland, mit dem Fokus Ausland. Es geht mir um das Sportanlagenkonzept und im Zuge dessen auch um den Begriff des Sportcampus. Schulsport ist Breitensport und aus diesem entwickelt sich Leistungssport, kann sich entwickeln, muss nicht, aber kann. Für beide muss es Platz haben. Ich möchte hier beispielhaft erwähnen, dass nicht alle, und bitte das ist keine Wertung, Fussballspielen können oder möchten, nicht alle können oder sollen Tennis spielen, nicht alle müssen im Winter auf die Bretter stehen, sondern es gibt noch andere Sportarten mit anderen motorischen Fähigkeiten, sei dies Grob- oder Feinmotorik. Und ich möchte hier im Zusammenhang mit dem Sportcampus auch auf die Sportarten Eishockey, Eiskunstlauf, Curling und andere inklusive Sportarten in diesem Zusammenhang hinweisen. Das müsste eigentlich auch im Interesse des Bildungsministeriums und des Schulamts sein. Einfach, weil es vermutlich die wenigsten Leute wissen, unsere Eishockeyspieler spielen Elitejuniorsport in Chur, wir haben tolle Eishockeyaner, die in der Ostschweiz Erstligasport betreiben und sie haben unlängst von sich reden gemacht, indem sie beim Development Cup zuvor mitgewirkt haben - das als Kleinstland. Die Curler weisen auch grossartige Resultate vor. Man hat sich hochgearbeitet von der Position40 unterdessen auf die Position25 in Europa. Es sind eine Handvoll Männer, die sich sehr stark diesem Sport verschreiben und die liechtensteinische Nationalmannschaft gewinnt gegen Nationen, die 10, 20, 30 Mal mehr aktive Curler hat, Länder wie die Ukraine, die Slowakei und so weiter. Es geht mir hier auch um die Eiskunstläufer, die Landesmeisterschaften machen und die sich meines Wissens auch an den Schweizer Meisterschaften beteiligen. Ich bin jetzt hier beim Leistungssport, es geht mir aber vor allem auch um den Breitensport. Welche Möglichkeiten haben die Schulen, um diese tollen Bewegungsmöglichkeiten auf der glatten Unterlage ausführen zu können? Man geht nach Feldkirch. Im Winter kann man für wenige Wochen die tolle Anlage in Vaduz bemühen, aber wenn man weiterkommen will, muss es Anlagen vor Ort haben, die über einen längeren Zeitraum zu benutzen sind. Wie gesagt, ich spreche hier beispielhaft, ich könnte noch viele weitere andere Sportarten aufzählen, vor denen ich grossen Respekt habe, zum Beispiel Sportschützen oder Bogenschützen. Ich denke hier bei einem Campus an ein Eishockeyfeld und an ein, zwei Rings für Curler. Ich denke da an Physiotherapie, ich denke da an Kraftraummöglichkeiten, das Ganze nicht nur als Sportstätte verstanden, sondern als Eventanlage in einer Multifunktionsanlage mit Restauration konzipiert, auch für General- und Jahresversammlungen und mannigfach einsetzbar für Konzerte unterschiedlicher Musikrichtungen. Ebenfalls könnten dort Berufskongresse stattfinden. Es geht mir hier wirklich nicht nur um persönliche Interessen, sondern es handelt sich hierbei um ein landesweites Interesse. Klar, eine Eishalle mit zwei, drei Curling Rings verbraucht Energie. Die vielen Personen, die mit dem Auto nach Widnau oder noch weiter in die Ostschweiz, nach Feldkirch, nach Grüsch, nach Chur und nach Davos fahren, um ihrem Hobby, ihrem Sport zu frönen, brauchen aber ebenfalls Energie. Das ist mir hier wichtig. Die geforderten Eigenmittel zur Konzipierung einer Sportanlage von 20Prozent dürften für kleinere Sportverbände, die ich hier aufgezählt habe, ein Ding der Unmöglichkeit werden. Ich möchte den Fokus noch auf einen anderen Bereich lenken. In Wildhaus werden Jahr für Jahr weit über 100 Curling-Kurse angeboten, auch mit sehr vielen Teilnehmenden aus Liechtenstein - dies als Team-Event. Hier geht es auch um Wertschöpfung, welche bis dato ausserhalb unseres Landes abgeschöpft wird. Vielen Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Besten Dank für das Wort. Sehr geehrte Damen und Herren der Regierung, Sie haben in Ihrer Postulatsbeantwortung selbst betont, dass es dem Land gesetzlich nicht möglich sei, isolierte Sportstätten zu errichten, ausser im Zusammenhang mit Schulen. Genau hier liegt der Punkt. Es liegt an uns allen, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Seit Jahren reden wir von einem Olympia-Campus, von einem modernen Sportstützpunkt, von einer Sportnation, die nicht nur von alten Olympiamedaillen träumt, sondern Zukunft baut. Und was passiert? Man baut isolierte Projekte, man baut eine Kletterhalle ohne Einbettung in ein Gesamtkonzept, ohne Tiefgarage, ohne die Verzahnung von Spitzen- und Breitensport, die längst Standard sein sollte. Das ist kein Rüffel an den Alpenverein. Die machen ihren Job sehr gut und es ist eine beträchtliche Leistung, wie sie die Finanzen und das Projekt stemmen. Es ist kein Ruhmesblatt, wenn der Landtag Millionen für Einzelprojekte spricht, aber den Mut nicht hat, ein Gesamtkonzept gesetzlich zu verankern. Die Kletterhalle hätte Teil eines olympischen Stützpunkts sein müssen, eines Campus, wo Sportschule, Breitensport und Spitzensport Hand in Hand gehen. Das ist internationale Praxis, so schaut moderne Sportförderung aus. Wir können uns nicht ewig auf der Vergangenheit ausruhen. Olympiamedaillen von gestern sind kein Programm für morgen. Ein Land, das sich sportlich bewegen will, muss Ressourcen bündeln, muss Synergien nutzen, muss endlich handeln statt vertrösten. Meine Damen und Herren, es ist unsere Aufgabe, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, nicht Ausreden zu produzieren. Der Ball liegt bei uns. Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis, Olympia-Campus statt Stückwerk, ansonsten berauben wir unsere Jugend des Traumes von olympischem Edelmetall. Besten Dank für das Wort.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Abg. Daniel Salzgeber
Besten Dank, Herr Präsident, für das Wort und auch von mir guten Morgen zusammen. Als jemand, der seit seiner Kindheit aktiv im Sport ist, weiss ich, welchen Wert der Sport für die Gesundheit, das Wohlbefinden, aber besonders auch für den gesellschaftlichen Zusammenhang hat. Er fördert nicht nur Körper und Geist, sondern er vermittelt auch Werte wie Fairness, Teamgeist und Durchhaltewillen. Die Postulatsbeantwortung zeigt, dass die Regierung den Sport in seiner ganzen Breite ernst nimmt, vom Breitensport über die Prävention bis hin zum Leistungssport. Dafür möchte ich mich beim zuständigen Ministerium bedanken. Diese Punkte sind auch für mich entscheidend, wenn wir auch die nächste Generation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig für Sport und Begegnung begeistern wollen. Aber, und das haben viele bereits erwähnt, trotzdem möchte ich es wiederholen, weil es für mich entscheidend ist: Es fehlt bei bestimmten Projekten an Verbindlichkeit und einer zügigen Umsetzung beziehungsweise an einem klaren Umsetzungszeitplan. Viele Massnahmen sollen erst in den nächsten Jahren spürbare Wirkung entfalten. Welche Projekte oder Infrastrukturen das sind, ist, glaube ich, nun mittlerweile bekannt und dies wurde auch schon von vielen unterschiedlichen Votantinnen und Votanten erwähnt. Die Bevölkerung in Liechtenstein ist sportaffin. Sie erwartet, dass wir die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Sport auch in Zukunft attraktiv bleibt. Die Postulatsbeantwortung ist dafür ein guter Start. Aber wir sollten nicht nur Konzepte verabschieden, sondern jetzt zügig dort handeln, wo schon heute Engpässe bestehen. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Achim Vogt
Vielen Dank für das Wort. Meine sportliche Vergangenheit lässt nachvollziehen, dass ich mir eine Sportstätte Malbun sehr gut vorstellen kann. Sport ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, sondern ein wirksames Instrument zur Gesundheitsförderung, Persönlichkeitsentwicklung und sozialer Prävention. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Abklärungen getroffen und Konzepte erstellt. Doch wir dürfen nicht stehenbleiben. Die Welt, in der Jugendliche heute aufwachsen, hat sich stark verändert. Die nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit von Bildschirmunterhaltung sorgt dafür, dass viele junge Menschen ihre Freizeit im digitalen Raum verbringen zulasten der körperlichen Bewegung und der sozialen Begegnung in der realen Welt. Sportstätten sind ein wichtiger Schritt. Aber wer wird diese nutzen? Wir müssen Anreize schaffen und die Jugendlichen aktiv in die Gestaltung einbeziehen, sei es über den Jugendrat Liechtenstein oder andere Beteiligungsformate. Das Hauptziel sehe ich darin, der Jugend Alternativen zur digitalen Vereinsamung zu bieten. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Thomas Vogt
Danke, Herr Präsident, für das Wort. Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete, wir haben es schon mehrfach gehört, Sport ist sehr wichtig für die Gesundheit, um Kontakte zu knüpfen. Was mich jetzt heute ein bisschen gestört hat an der Debatte, war einfach: Irgendwie hat man das Gefühl erhalten aufgrund der Debatte, bei uns wären die Sportstätten schlecht. Ich habe früher Tischtennis gespielt. Da war es so, wenn wir in der Schweiz ein Auswärtsspiel hatten, da haben wir dann in Luftschutzräumen gespielt, auf Dachböden. Also, die Infrastruktur, die wir in Liechtenstein haben, ist einfach wirklich sehr gut und ausserordentlich. Wir haben fast in jeder Gemeinde eine Dreifachturnhalle. Wir haben in mehreren Gemeinden Hallenbäder. Wir haben in mehreren Gemeinden Tennishallen, wir haben sehr gute Tennisplätze, die Fussballplätze sind in jeder Gemeinde meines Erachtens ausgezeichnet. Es gibt in mehreren Gemeinden Kunstrasen.Und jetzt gibt es noch den Punkt Spitzensport. Da werden jetzt relativ viele Wünsche geäussert wie ein 50-Meter-Schwimmbad, ein Mehrfachkomplex mit verschiedensten Sportarten. Also, hier wurden jetzt Wünsche geäussert, die überschlagsmässig irgendwo im Bereich zwischen CHF50Mio. und CHF150Mio. liegen und da bin ich echt gespannt, ob die Personen, die jetzt hier die Wünsche äussern, wenn es denn um die konkreten Massnahmen geht, dann wirklich auch den Knopf drücken. Da bin ich dann echt gespannt.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Thomas Rehak
Besten Dank. Ja, ich glaube, ich kann mich meinem Vorredner anschliessen. Bei vielen Sachen bin ich mit ihm einig, nicht überall. Es ist tatsächlich so, dass wir sehr viele, sehr gute Sportanlagen in Liechtenstein haben, aber wir haben keinen Campus. Wir haben eben keine koordinierte Sportstättenentwicklung. Ich denke, es geht um das. Ein Beispiel ist die Schwimmbadsanierung in Triesen, auch in Balzers hat man das Schwimmbad saniert, für viele Millionen. Und anstatt man diese Sanierung in den Gemeinden gemacht hätte, hätte man dieses Geld auch in ein Gesamtprojekt investieren können. Dann wäre das Schwimmbad halt vielleicht in Schaan gestanden oder ich weiss nicht wo, in einer anderen Gemeinde. Aber wenn man diese Finanzmittel, die wir schon heute ausgeben, bündelt, dann können wir ein Projekt schaffen, das sowohl für den Breiten- und Spitzensport zur Verfügung steht, welches dann am Schluss unter dem Strich nicht mehr Geld kostet. Ich denke, in diese Richtung muss man in Zukunft denken. Danke.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Christoph Wenaweser
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die Ausführungen meines Kollegen Thomas Vogt kann ich soweit teilen, soweit sie sich auf die reine körperliche Bewegung, auf den Schulsport und auf Teile des Breitensports beziehen. Nicht mehr teilen könnte ich die Ausführungen, wenn die Meinung bestünde, dass unsere Infrastruktur auch für den Leistungssport ausreichend wäre. Das ist sie bei Weitem nicht. Da genügt eben ein Blick in andere Länder mit vergleichbaren Voraussetzungen, Malta, Andorra, San Marino. Insgesamt habe ich aber diese Debatte als sehr positiv wahrgenommen. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Olympischen Komitees habe ich tiefen Einblick bekommen dürfen, mit wie viel Einsatz, mit wie viel Engagement in Verbänden, Vereinen hier im Land für den reinen Bewegungssport, für den Breitensport, für den Leistungssport, für den Schulsport gearbeitet wird. Für mich war positiv zu erkennen, auf wie viel Zustimmung die geleistete Arbeit hier im Landtag stösst und das heisst für mich, in die agierenden Personen herrscht Vertrauen und wenn es ansonsten nicht besonders üblich ist, möchte ich davon jetzt einmal abgehen und ich möchte explizit einigen sehr exponierten Persönlichkeiten herzlich für ihr Engagement danken. Zum einen möchte ich Jürgen Tömördy erwähnen, der seit vielen Jahren mit seinem Team zusammen die Stabsstelle für Sport betreut. Dann möchte ich Beat Wachter und sein Team beim Liechtensteinischen Olympischen Komitee erwähnen und ich möchte auch unseren ehemaligen Landtagskollegen Thomas Lageder erwähnen, der innerhalb der Regierung für den Sport seit Jahren ganz ausgezeichnete Leistungen erbringt. Wie gesagt, die Leistungen dieser persönlich namentlich erwähnten und vieler, vieler anderer trägt dazu bei, dass dem Sport hier im Landtag Vertrauen entgegengebracht wird und ich werte das Gesagte eigentlich als Aufforderung an den Sportminister, aus dem Sattel zu gehen, Tempo zu machen, ein sportliches Tempo vorzulegen, dieses Eisen zu schmieden, solange es heiss ist und dafür Sorge zu tragen, dass wir im einen oder anderen Bereich hier noch in dieser Legislatur substanziell weiterkommen.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Besten Dank für das Wort. Ich möchte noch zum Abg.Vogt etwas sagen. Ja, wir haben viele Sportstätten, doch ich frage mich dann schon, MühleholzII, diese Turnhalle ist zu tief für internationalen Volleyball. Wie kann man so etwas bauen? Das frage ich mich. Bei der Kletterhalle auch, das ist ein tolles Projekt, aber vor drei Jahren haben wir gejammert, wir hätten zu wenig Plätze für Zivilschutzräume und jetzt sind wir stolz darauf, dass wir eine Kletterhalle bauen ohne Tiefgarage und daneben haben wir ein Schulhaus, das zu wenig Schutzräume hat. Und bei der Kletterhalle kommt hinzu: So wie ich das gelesen habe, gibt es da auch ein Restaurant. Ich möchte dieser Mieter nicht sein, der nur für diese Kletterhalle dieses Restaurant betreibt, also der hat einen sehr schweren Stand, weil er hat ja nur Kunden aus seiner Kletterhalle. Würde das ein Campus sein, dann hätte er mehr Bewegung drin und dann könnte er überleben. Ich behaupte, wir müssen diese Kletterhalle irgendwann unterstützen, weil er Mühe haben wird, das wirtschaftlich betreiben zu können. Ich finde es sehr schade, wenn denn dem so sein sollte. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Regierungsrat Hubert Büchel
Guten Morgen, geschätzte Frauen und Herren Abgeordnete. Besten Dank für das Wort. Vielleicht vorab an den Abg.Christoph Wenaweser: Der Sportminister ist kein Sprinter, aber er ist ein Langstreckenläufer und er hat sich auf diesem Weg gemacht. Vielleicht das vorab. Liechtenstein ist ein Sportland mit einem vielfältigen Angebot im Breitensport. Für die ganze Bevölkerung sind Sportanlagen in grosser Anzahl guter Qualität und gepflegtem Zustand verfügbar. Hierfür mein Dank an die Gemeinden, die gerade im Breitensport einen unverzichtbaren Beitrag leisten. Die Regierung hat zur weiteren Optimierung im Bewegungs- und Sportbereich in der vergangenen Legislatur mit den Berichten zur Optimierung und Erweiterung der Infrastruktur und zum Sport- und Bewegungskonzept mit den damit verbundenen Massnahmen viele Vorarbeiten geleistet. Wie die Postulatsbeantwortung darlegt, sind einige Massnahmen bereits umgesetzt oder stehen kurz vor der Umsetzung. Zudem konnten seit der Finalisierung der Postulatsbeantwortung weitere Fortschritte erreicht werden. So liegt mittlerweile der Monitor Leistungssport vor und wird nun intern intensiv diskutiert und analysiert.Auch ist die Ausschreibung für den freiwilligen Schulsport «sportvibes» - ich habe hier einen Flyer dabei für die Interessierten - mittlerweile erfolgt und startet bereits nach den Herbstferien mit vorerst sechs Sportangeboten, die sich vor allem an Jugendliche wenden, die sich wenig oder zu wenig bewegen. Schliesslich sollte der erste Sportkoordinator zeitnah eingesetzt werden und seine Tätigkeit voraussichtlich 2026 aufnehmen können. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Gemeinden für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Ein besonderes Augenmerk ist auch auf die Förderung und Pflege des Ehrenamtes zu legen, was durch den hohen Landtag schon mehrfach betont wurde. Grundsätzlich handelt es sich bei den Massnahmen, wie dies aus der Postulatsbeantwortung auch gut ersichtlich wird, meist um Querschnittsmaterien mit mehreren beteiligten Stakeholdern, was eine gute Abstimmung erfordert. Dies macht es in der Umsetzung zwar etwas aufwendiger, aber die positiven Auswirkungen werden in der Folge auch in mehreren Bereichen sichtbar und schlagend. Aus der Sicht der Regierung ist es sehr erfreulich, dass sich der Landtag stark für die Belange respektive für die Entwicklung des Sports interessiert und diese auch aktiv unterstützt. An dieser Stelle möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, um meinen Dank an die verschiedenen Stellen, die nicht nur an der Erarbeitung des Postulats mitgewirkt haben, sondern auch an der Umsetzung der Massnahmen arbeiten, aussprechen. Dann komme ich nun zu den Fragen. Ich starte mit der Abg.Dagmar Bühler-Nigsch. Die Frage kam auch noch vom Abg. Thomas Rehak bezüglich Seite14, SSV, in welcher Form und Höhe die finanzielle Unterstützung der Vereine und Interessengruppen erfolgen soll, nachdem die grundsätzliche Genehmigung durch die Regierung erteilt wurde. Es wird sich wahrscheinlich um eine Mischung aus einem absoluten Frankenbetrag, sozusagen als Grundstock, der zur Verfügung gestellt werden soll, und einem Prozentsatz von der Gesamtsumme handeln. Bei erfolgreicher Umsetzung wird dieser dann in die Subventionssumme eingerechnet, womit in der Regel 80 Prozent subventioniert sind. Kann das Projekt aus irgendeinem Grund nicht umgesetzt werden, würde der Betrag abgeschrieben werden. Dann war eine weitere Frage bezüglich Sport- und Bewegungskoordinatoren: Wie ist der aktuelle Stand? Die Zustimmung der beteiligten Gemeinderäte fehlt noch, die Traktandierung ist bereits erfolgt, dann kann mit dem Ausschreibungsprozess begonnen werden.Schliesslich sollte zumindest ein Sportkoordinator oder eine Koordinatorin im Frühjahr2026 am Start stehen. Sport- und Bewegungskoordinatoren schaffen Netzwerke, koordinieren die Sportangebote. Sie stellen aber keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten dar. Beispiele in der Schweiz zeigen, dass sie sehr viel bewirken können und Synergien schaffen. Dann zu den Ergebnissen aus dem Leistungssportmonitor - das wurde von mehreren Abgeordneten bereits erwähnt: Der Monitor Leistungssport Liechtenstein liegt in der Tat nun vor. Wir sind dabei, das heisst, mein Ministerium, der Sportrat und das LOC, die Resultate zu diskutieren und auch zu interpretieren. Der Monitor wird zeitnah, das heisst in wenigen Wochen, der Öffentlichkeit vorgestellt und auch zugänglich gemacht. Zu den Ergebnissen möchte ich noch nicht viel sagen, nur so viel, dass der Monitor Leistungssport wichtige Hinweise gibt, wo wir weiterarbeiten sollen und wollen.Dann komme ich zum Abg.Martin Seger bezüglich der vielen Studien und Monitorings. Da gibt es einen englischen Ausspruch: «If you can't measure, you can't manage it». Weil wir das Geld so effektiv und effizient einsetzen wollen, müssen wir versuchen, zu messen, wo und wie es am besten verwendet werden kann. Wir handeln nach objektiven und messbaren Kriterien. Dann viel Geld in Strukturen und Verwaltung - gemäss Budget2026 fliessen 76% der Mittel beim LOC direkt an die Verbände und an die Athleten in Form von Finanzmitteln oder Dienstleistungen. Der Betriebsaufwand ist 5,4% und der Personalaufwand 18% und es ist aber wichtig zu sehen, das Personal arbeitet hauptsächlich an der Beratung, Betreuung und Entwicklung von Verbänden und Athleten. Der Personalaufwand für den Betrieb ist geschätzt bei 30% bis 35%, der eigentliche Aufwand für Betrieb und Personal ist sehr gering. Dann haben Sie die Sportler/-innen - ich mir nicht sicher, ob ich das richtige Wort habe - als verlorene Generation betitelt. Da kann vielleicht hingewiesen werden, in Tokio 2020 hatten wir einen 12. Rang bei den Schwimmern, wir hatten die Qualifikation eines Teams für den Sommersport «Artistik Swimming», dann kamen wir aus Andorra mit 18 Medaillen zurück. Grundsätzlich wurden in den vergangenen Jahren wichtige Massnahmen hinsichtlich der Sportschule, der medizinischen Betreuung, sprich Physiotherapie, im Athletiktraining und in der Leistungsdiagnostik eingeleitet, und vor allem auch die finanzielle Förderung signifikant erhöht. Diese Massnahmen müssen ihre Wirkung aber noch entwickeln. Dann komme ich zur Abg.Franziska Hoop bezüglich der klaren Zuständigkeiten der Stabsstelle, des LOC und des Bildungsministeriums. Hier kann ich dazu sagen, dass wir in einem sehr engen Austausch sind und auch schon Sitzungen mit dem Bildungsminister und dem Infrastrukturminister stattgefunden haben. Warum gesetzliche Grundlagen für den Bau durch das Land erst jetzt? Die Angelegenheit ist durchaus komplex und daher muss ein klarer Ansatz zur Entflechtung geschaffen werden. Für den Leistungssport soll der Staat primär verantwortlich sein, was eine entsprechende Bautätigkeit erfordert. Die rechtlichen Grundlagen dafür fehlen bislang im Sport, weshalb diese geschaffen werden müssen, und ja, es ist ein bisschen komplexer, als am Anfang gedacht. Dann komme ich zu der Abg.Sandra Fausch. Welche nennenswerten Gespräche hat es im Rahmen der Beantwortung mit St.Gallen gegeben? Bisher gab es da noch keine Gespräche. Das machen wir, wenn wir konkrete Projekte haben, wie es in der Postulatsbeantwortung ausgeführt wird. In abstrakter Weise sind solche Treffen nett, aber meistens wenig ertragreich. Dann zu den 1418-Coaches: Die Kurse sind bewusst immer am Wochenende, sodass die 14- bis 18-Jährigen problemlos teilnehmen können. Die Kurse sind äusserst gut besucht und dienen sozusagen als Nachwuchsschmiede für Coaches, Funktionäre, aber dann auch für Ehrenamtliche. Dann plant der Bauherr oder kommt die Vorlage noch in den Landtag? Ja, sie kommt in den Landtag. Dann komme ich zum Abg.Thomas Rehak. Ich habe einen Teil schon oben beantwortet. Sie haben nach der Trennung von Breitensport und Leistungssport gefragt. Der LOC ist für den verbandsorganisierten Breiten- und Leistungssport verantwortlich, die Stabsstelle für Sport für das Programm «Jugend und Sport». Breiten- und Leistungssport sind nicht getrennt, im Gegenteil, die Zuständigkeiten sind klar zugeteilt. LOC ist Anlaufstelle für alle Athleten und Verbandsverantwortliche, die SSP für Jugend und Sport. Den Stand zum Leistungsmonitoring habe ich ausgeführt. Dann komme ich zur Abg.Bettina Petzold-Mähr. Die Gespräche mit den Nachbarn habe ich, glaube ich, auch schon ausgeführt. Warum brauchen wir ein Gesetz und nicht einfach einen Finanzbeschluss? Kein staatliches Handeln ohne gesetzliche Grundlage ist das Legalitätsprinzip. Verwaltungsbauten, Schulbauten und Kulturbauten sind vom Immobilienportfolio des Landes umfasst, somit ist das Land für den Bau zuständig, Sportbauten bislang noch nicht.Dann gab es noch eine Frage bezüglich des Parasports. Wir haben eine Athletin des Parasports, Sarah Hundert. Sie wird durch die Leistungssportförderung des LOC finanziell und mit Dienstleistungen gefördert. Regelsport und Parasport sind beim LOC in der Leistungssportförderung gleichgestellt. Dann gab es noch Fragen, welche dann der Kollege Daniel Oehry beantworten kann. Dann die Ausführungen, ich sage einmal, zum grossen Bild, mit dem Wintersportangebot vom Abg.Zimmermann. In der Gesetzgebung zum Bau und Betrieb von Sportanlagen soll ein Sportanlagenkonzept verankert werden. In der Erarbeitung des Anlagenkonzepts, welches eine Vision und eine langfristige strategische Planung darstellt, werden alle Sportarten beziehungsweise Anlagen geprüft. Falls Bedarf ermittelt und die Kriterien erfüllt werden, können sie als konkrete Projekte ins Konzept aufgenommen werden.Dann gab es noch vom Abg.Seger beim zweiten Anlauf bezüglich des Sportanlagekonzepts einen Punkt. Die Kletterhalle ist genauso gedacht und geplant, dass dieser Bereich dort auch weiterentwickelt werden kann und die Platzierung ist deswegen da, wo sie jetzt ist. Da wurden irgendwo noch Ausreden in den Raum gestellt. Also, mit den gegebenen Ressourcen ist sehr wohl viel vorwärtsgegangen und es wird noch einiges vorwärtsgehen und ich möchte hier nochmals die Vorgängerregierungen hervorheben, welche bereits einiges schon in diese Richtung gemacht haben. Dann der Abg.Achim Vogt bezüglich der Nutzung der Sportstätten und Angebote. Ja, wir haben gute Sportstätten und hier setzt genau der Sportkoordinator an. Er soll schauen, dass die Sportstätten und auch das Angebot mehr genutzt werden. Der Hebel ist bei den Menschen und da ist es wichtig. Dann die vorhandene Sportinfrastruktur, das hat der Abg.Thomas Vogt gesagt - da möchte ich mich explizit für dieses Votum bedanken: Wir haben eine sehr gute Infrastruktur. Und da vielleicht noch einmal der Hinweis an die Gemeinden, die hier sehr viel tun und, wie gesagt, wo immer man auf der Welt ist, kann man die mit unseren vergleichen. Wir sind da sehr gut aufgestellt.Dann kam noch ein Einwand vom Abg.Thomas Rehak bezüglich der Schwimmbadsanierungen in Balzers oder Triesen. Das ist Gemeindeautonomie. Das ist eben ein Fakt, aber den können wir nicht wegdiskutieren und die Geschichte um die Kletterhalle zeigt eben die Problemlage exemplarisch auf. Christoph Wenaweser hat dann auch noch gedankt; da möchte ich mich natürlich auch anschliessen und kann ihm versichern, dass die Regierung hier voll dabei ist. Vielleicht zum Abschluss noch einmal der Abg.Seger zum Dritten: Die Gemeinde Vaduz wollte die Tiefgarage nicht; es war zu teuer - dies als Info. Und bezüglich des Standorts der Kletterhalle, das kann Ihnen der Parteikollege Rehak bestens erklären. Ich glaube, ich habe alle Punkte oder zumindest die meisten von mir abgearbeitet.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Martin Seger
Besten Dank für das Wort. Bei dieser Antwort ist jetzt gerade das geschehen, was sehr oft geschieht im Sport und ich getraue mich hier Stellung zu beziehen, denn ich durfte auch schon internationale Medaillen für Liechtenstein erringen. Bei einem Erfolg wie der Olympiaplatzierung von Julia Hasler wird einem auf die Schulter geklopft. Schulterklopfer gibt es da sehr viele. Doch genau bei dieser Olympiade, genau bei dieser Vorbereitung musste ich in der Zeitung lesen, dass eine Weltklasse Schwimmerin in unserem System in der Zeitung betteln muss, Crowdfunding nennt sich das heutzutage, für ein Trainingslager und das darf nicht passieren, wenn wir Millionen in den Sport investieren. So etwas darf einfach nicht passieren. Besten Dank für das Wort.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Abg. Sandra Fausch
Danke für das Wort. Ja, ich habe noch weitere Fragen gestellt, deshalb möchte ich nochmals kurz darauf eingehen oder Sie Ihnen mitgeben. Nochmals zu den Gesprächen, da möchte ich noch einmal anregen, dass man die Gespräche sucht, um sich hüben wie drüben auszutauschen, ob vielleicht Projekte geplant sind oder was vielleicht gemeinsam angedacht wäre, damit man auch von der anderen Rheinseite vielleicht erfährt, ob da etwas in der Pipeline ist und ob man das dann gemeinsam trägt oder angeht. Aber ich glaube, wenn man nicht miteinander spricht, dann weiss der eine nicht, was der andere tut und dann planen vielleicht beide sehr nahe beieinander eine Eishalle, jetzt als Beispiel. Deshalb da vielleicht noch einmal die Anregung, das Gespräch zu suchen, dass man einfach auch im Bereich Sport orientiert ist, was sich über die Grenzen hinaus entwickelt. Dann eine wesentliche Frage, die noch offenblieb, ist für mich gerade im Hinblick auf diese privaten Engagements, die seitens der Kletterhalle laufen, da ist natürlich jetzt der Bau im Gange, was im Steg ist, aber was vor allem künftig ist, wie die Regierung diese Mittelsprechung ausgestalten will für weitere Abklärungen. Es ist zu begrüssen, dass das vorgesehen ist, weil die Aufwände beachtlich sind. Aber nach welchen Kriterien oder über welchen Zeitraum können dann Initianten mit Mitteln rechnen? Vielleicht können Sie noch weitere Ausführungen darüber machen, mit was da zu rechnen ist oder eben nach welchen Kriterien, denn jetzt klingt es einfach sehr pauschal.Dann zu den Kooperationen habe ich Sie noch gefragt, ob man einfach schon vielleicht weiss, ob etwas angedacht ist hinsichtlich den Kooperationen Schulamt, Aha, Seniorenverband, einfach, dass wir eine Vorstellung bekommen, wie dies ausgestaltet wird oder was da vielleicht auch schon aufgegleist ist. Dann habe ich jetzt auch nichts vernommen hinsichtlich des Arbeitspensums und ob aufgrund der neuen Aufgaben - wir haben es gehört, Relaunch, diese Kooperationen - die Stellenprozente dafür auch überhaupt ausreichen oder ob hier allenfalls auch aufgestockt werden muss oder wie das aussieht.Dann auch eine nebensächliche Frage, aber dennoch: Ob verstärkt eben die Ernährung bei dieser Prävention oder beim Stärken der Prävention im Amt mitgedacht und auch ausgeweitet wird. Und noch eine Frage, wenn Sie diese vielleicht schon beantworten können, ob diese zweitägige Ausbildung für junge Trainerinnen und Trainer, das ist auf Seite22, quasi gestützt wird, ob man da frei bekommt oder ob das in der Freizeit passieren muss. Danke.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Regierungsrat Daniel Oehry
Geschätzte Damen und Herren, fast noch guten Morgen. Danke für das Wort. Ich versuche, auf zwei, drei Fragen, die direkt an mich als Infrastrukturminister oder Bildungsminister gestellt worden sind einzugehen. Ich fange mit dem Dank an, ich schliesse mich dem Dank an, den der Sportminister geäussert hat, den Thomas Vogt geäussert hat. Also ich habe viele Jahre Volleyball gespielt und ich habe die gleichen Feelings gehabt wie Sie. Unsere Infrastruktur ist hochklassig in der Breite. Die Frage ist, wo sie in der Spitze ist. Dann zur Abg.Sandra Fausch. Sie haben mich gefragt nach der Fahrradinfrastruktur, nach dem Plan, nach dem Tempo und haben sich für mehr Tempo in der Umsetzung ausgesprochen. Die Fragestellung nach der Radroutenthematik ist von der Abg.Petzold-Mähr später auch noch gestellt worden - Finanzierung, Gesamtkonzept. Ich versuche, das kurz zu skizzieren. Ich darf mich hier mit fremden Federn schmücken. Meine Vorgängerin hat den Prozess 2022 angefangen. Das Hauptradroutenkonzept wurde dort gestartet, Überarbeitung, Definitionsphasen. Wir sind jetzt im April 2025 angelangt und aktuell ist die Ausgangslage so: Es wurde eine Vernehmlassung gestartet und an der Vernehmlassung haben 13Akteure teilgenommen, es gab über 146Beiträge, Rückmeldungen. Da gibt es Fragestellungen zu Temporeduktion30, Mischverkehr, Radverkehr, Konflikte mit dem Naturschutz, Flora, Fauna, Rheindamm Vaduz, potenzielle Verbindungen Schwabbrünnen, also sehr viele Detailfragestellungen, aber auch ganz grundsätzliche Fragestellungen zum Radverkehr. Die Abstimmungen laufen natürlich in den Gemeinden, weil als Land Liechtenstein rede ich quasi den elf Gemeinden rein und Sie hören es jetzt schon, ohne Gemeinden können wir, zumindest in den Hauptradrouten oder in den Verbindungen zwischen Gemeinden - das muss in Kooperation passieren. Das führt auch zur Frage: Wie geht es weiter? Ende des ersten Quartals 2026 wird das Konzept vorliegen, das ich dann der Regierung zur Kenntnis bringen werde. Das ist vorgesehen. Sie als Landtag werden dann begrüsst, wenn es um den Monitoringbericht, den Rechenschaftsbericht geht oder wenn wir einzelne Projekte freigeben, wo wir über Finanzmittel sprechen, dann gehe ich nochmals auf die Themen ein. Und zur Frage der Finanzierung: Das ist genau die Krux, aktuell. Es liegt ein Gesetz in der Vernehmlassung, das Strassengesetz, und darüber ist auch die Finanzierung der Radwege geregelt, und in Zukunft sollte es so sein, falls Sie dem dann zustimmen werden, dass der Bau der Radwege das Land trägt und die Gemeinden den Unterhalt, aber das kann ich aktuell so den Gemeinden nicht versprechen, weil das Gesetz gibt es noch nicht in der finalen Fassung oder von Ihnen bestätigt. Aktuell ist die Finanzierung so, Hauptradrouten kann das Land Liechtenstein bis zu 50 Prozent mitfinanzieren und das ist ein zweiter wichtiger Punkt. Das zu den Fahrradwegen und ja, ich versuche auch, dort Tempo reinzubringen. Dann wurde angeregt vom Abg.Martin Seger oder anderen auch, der Abg.Zimmermann hat über die Zukunft gesprochen und über die raumplanerischen Elemente, Inhaltselemente und so weiter und einen Teil hat der Sportminister schon erklärt. Er hat auch erklärt, dass wir zusammen schon ein Meeting hatten. Ich unterstütze dort im Rahmen meiner Bautätigkeit natürlich auch.Was ich vielleicht beliebt machen möchte und ich weiss nicht, ob Sie das in der Vorbereitung gesehen haben, ich empfehle den Bericht und Antrag Nr. 85/2024, ab Seite95, nochmals zu konsultieren. Der ist interessant für alle, die sich für Sportfragen interessieren. Der Abg.Rehak sollte den Titel kennen, das ist die Kletterhalle. Was interessant war beim Kletterhallenbericht ganz am Schluss, ab Seite95 kommt die raumplanerische Auslegung der Gemeinde Vaduz und Schaan. Da sind Vaduz und Schaan in Vorleistung gegangen und haben einmal aufgezeigt, wie ein Sportcampus dann aussehen könnte, raumplanerisch. Und damals habe ich dem Landtag erklärt, dass ich es hervorragend finde, dass die Gemeinden das gemacht haben. Wir müssen jetzt klären, wie wir es gliedern, und da spiele ich zu Ihnen: Das muss integriert sein, das muss eine Gesamtschau sein und das brauchen wir im Land. Das ist der Bericht und Antrag Nr. 85/2024. An sich habe ich, glaube ich, jetzt alle Fragen, die an mich gingen, durch. Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Regierungsrat Hubert Büchel
Besten Dank für das Wort. Der Abg.Seger ist gerade nicht anwesend, einfach um zu sagen, die Athletin mussten nicht betteln, aber wir danken für den Input, denn das LOC ist bemüht, die Förderung der Athleten mit den entsprechenden Rahmenbedingungen zu optimieren. In Kürze soll beispielsweise noch einmal die Struktur zur Förderung von Athleten vom Jugendalter bis in den Leistungssport gemeinsam mit den Verbänden durchleuchtet werden. Eine wertvolle Basis wird sicher auch der Monitor Leistungssport hierzu bringen und er zeigt auch beispielsweise, wie die finanzielle Förderung der Athleten im Vergleich zu anderen Ländern, wie der Schweiz, aufgestellt ist.Dann zur Abg.Fausch: Eine Batterie von Fragen - es hätte geholfen, wenn wir diese vorab bekommen hätten, um sie dann auch alle zu beantworten, aber ich glaube, ich habe jetzt alle aufgeschnappt. Der Austausch mit den anliegenden Staaten und Gemeinden ist konstant da und wir tauschen uns auch über Sport aus. Wir treffen uns nur schon auf Regierungsebene. Wir haben die Vorarlberger Landesregierung getroffen, wir treffen die St.Galler Landesregierung, und da wird natürlich auch ausgetauscht. Aber über konkrete Projekte wird dann geredet, wenn wir auch ein konkretes Projekt auch haben. Dann bezüglich der Kriterien: In der SSV soll es pauschal geregelt sein, es soll ein Rahmen vorgegeben werden mit einem fixen Grundbetrag und einem Prozentsatz. So wären wir dann sehr flexibel und könnten individuell auch auf die Bedürfnisse der Projektanten eingehen. Und dann, wenn ich es richtig verstanden habe, die Frage nach den 1418-Coaches in der Freizeit. Also, die Kurse sind am Wochenende und in den Ferien und werden sehr geschätzt. Und vielleicht auch ein Hinweis: Die Kurse sind kostenlos. Jetzt hoffe ich, habe ich alle Fragen abgegriffen. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Landtagsvizepräsidentin Franziska Hoop
Besten Dank, Herr Landtagspräsident. Ich habe die Antwort noch nicht gehört zu meiner Frage bezüglich, wie die Regierung es sieht, eventuell Überdachungen im Freibad zu ermöglichen. Wir haben es vorhin gehört, der Abg.Thomas Vogt hat es ebenfalls gesagt, ich habe es in meinem Votum auch ausgeführt: Es braucht nicht überall neue Lösungen oder Neubauten. Wir haben auch gehört, es fehlt an Hallenzeiten, es fehlt ebenso an Zeiten im Schwimmbad. Hier könnte sicherlich billiger als mit einem neugebauten Schwimmbad eine Lösung gefunden werden, so wie es auch über dem Rhein geschieht. Wie sehen Sie das?Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank.Regierungsrat Hubert Büchel
Besten Dank für das Wort, Herr Präsident, noch einmal. Hier kann man sagen, ich habe es ausgeführt, das Sportanlagenkonzept ist in Bearbeitung. Wir haben eine gemeinsame Sitzung und da werden die verschiedenen Möglichkeiten jetzt angeschaut. Was macht Sinn, was macht weniger Sinn? Und wir werden dann zu gegebener Zeit sagen, was dann kommt und wie es kommt. Besten Dank.Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Besten Dank. Es gibt keine weiteren Wortmeldungen mehr, somit können wir uns dem Antrag der Regierung zuwenden. Der Hohe Landtag wolle diese Postulatsbeantwortung zur Kenntnis nehmen und das Postulat vom 4.Dezember2024 abschreiben. Wer damit einverstanden ist, möge bitte jetzt die Stimme abgeben. Abstimmung: Zustimmung mit 24 Stimmen
Landtagspräsident Manfred Kaufmann
Zustimmung mit 24 Stimmen bei 24 Anwesenden. Somit haben wir das Postulat abgeschrieben und Traktandum9 erledigt. Ich unterbreche jetzt die Sitzung bis 11:00Uhr. Die Sitzung ist unterbrochen (von 10:45 bis 11:00 Uhr).
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